Elmshorn

Feuer in zugemülltem Haus

69 Jahre alter Elmshorner kommt mit Verbrennungen und Rauchgasvergiftung in Klinik

Elmshorn. Ein Feuer in einem zugemüllten Haus in Elmshorn hat die Feuerwehr mehr als zwei Stunden in Atem gehalten. Der 69 Jahre alte Bewohner des Reihenhauses kam mit Verbrennungen an den Händen sowie einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Er hatte sich aus eigener Kraft aus dem brennenden Gebäude gerettet, seine Verletzungen sind zum Glück nicht schwerwiegend.

Der Alarm ging unter dem Stichwort "Feuer - Menschenleben in Gefahr" gegen 2 Uhr am Mittwoch bei er Rettungsleitstelle ein. Als die ersten Feuerwehrleute an der Morthorststraße eintrafen, stand das Erdgeschoss des weißen Mittelreihenhauses vollständig in Flammen. Der 69-Jährige befand sich bereits vor dem Gebäude, er muss in letzter Sekunde geflüchtet sein.

Einsatzleiter und Zugführer Renee Chandony ließ die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz sowohl von vorne durch die Haustür als auch über die rückwärtige Terrasse zur Brandbekämpfung vorrücken. Das eigentliche Feuer war schnell gelöscht. Die Nachlöscharbeiten wiederum waren sehr zeitaufwendig, weil im Wohnbereich diverse Gegenstände gelagert wurden. Es handelte sich überwiegend um wertlosen Müll. In den gesammelten Gegenständen hielten sich hartnäckige Glutnester. Die Feuerwehrleute mussten den Schutt in den Garten zu bringen, um ihn dort endgültig abzulöschen zu können.

Um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken, setzte die Feuerwehr einen Hochducklüfter ein. Der Einsatz, aus dem 30 Feuerwehrleute beteiligt waren, dauerte bis 4 Uhr morgens. Am Mittwochvormittag begutachteten Brandsachverständige der Kripo Elmshorn die Brandstelle. "Die Ermittlungen dauern an, Ergebnisse liegen noch keine vor", sagt Dietmar Engelhorn, Leiter der Kripo-Außenstelle.

Auch die Höhe des entstandenen Schadens steht noch nicht fest. Das Mittelreihenhaus ist vorerst nicht bewohnbar. Die Wände im Erdgeschoss sind rauchgeschwärzt, dieser Bereich ist erheblich beschädigt und muss umfangreich saniert werden.