Pinneberg

Ein Platzkonzert ohne Marschmusik vor der Drostei

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Bernd-Olaf Struppek

Die Big Band der Bundeswehr tritt für den guten Zweck vor der Pinneberger Drostei auf. Dazu werden bis zu 5000 Zuhörer erwartet.

Pinneberg -. Eine ganze Gruppe Menschen schritt mit ernster Miene den Drosteivorplatz in Pinneberg ab. Es hieß bei winterlicher Kälte Maß zu nehmen für eine hochkarätige Musikveranstaltung, die im Frühling die Massen in der City der Kreisstadt begeistern soll.

Am Donnerstag, 2. Mai, sollen vor der Drostei Swing, Jazz und Evergreens erklingen. Es handelt sich bei dem Open-Air-Konzert nicht etwa um einen Frühstart des alljährlichen Summer- Jazz-Festivals. Vielmehr spielt dann von 20 Uhr zum ersten Mal im Kreis Pinneberg die Big Band der Bundeswehr auf. Der Manager der Big Band, Thomas Ernst, und Pinnebergs Citymanager Dirk Mattiessen hoffen auf bis zu 5000 Zuschauer, die das Platzkonzert kostenlos erleben können.

Rund ums Konzert werden Spenden für die Jugendarbeit gesammelt

Ihr Portemonnaie sollen die Besucher an diesem Tag dennoch zücken. Rund um den Auftritt der Profi-Musiker in Uniform werden prominente Pinneberger in den Reihen der Zuhörer Spenden sammeln. Das Geld, das bei der Benefiz-Veranstaltung gesammelt wird, fließt in die Jugendarbeit im Pinneberger Geschwister-Scholl-Haus und in die Schulsozialarbeit vor Ort. Schirmherrin ist Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg. „Es wird sicher ein besonderes Konzert und ein toller Abend“, sagt die Verwaltungschefin. Der Stadt Pinneberg werde ein echtes Highlight geschenkt. Die Benefiz-Veranstaltung könne zudem auch dazu dienen, das Wir-Gefühl in Pinneberg zu stärken.

Die Bundeswehr spendiert den Auftritt ihrer 38-köpfigen Big Band und bringt auch ihre eigene Bühne mit professioneller Ton- und Lichttechnik mit. Einzig die Übernachtungskosten und die Verpflegung der Musiker muss das Pinneberger Stadtmarketing übernehmen. Bandmanager Ernst und Citymanager Mattiessen hatten in der Vergangenheit bereits erfolgreich Konzerte der Bundeswehr-Big-Band in Heide und St. Peter-Ording organisiert. Im Kreis Pinneberg ist die Formation unter Leitung von Bandleader Christian Weiper zum allerersten Mal zu Gast.

Musikalisch erwartet das Publikum keinesfalls Militärmusik. „Märsche können wir gar nicht. Für stehen für Show und für moderne Unterhaltungsmusik“, sagt Thomas Ernst. Die Bandbreite reiche von Glenn Miller bis zu aktuellen Popsongs. Mit auf der 20 Meter breiten und zehn Meter tiefen Bühne wird auch Sängerin Bwalya aus Sambia stehen. „Wir spielen ohne Pause, auch bei Wind und Wetter“, so Bandmanager Ernst. Bevor sie in Pinneberg ihre Instrumente auspacken, spielen die Diplom-Orchestermusiker in Uniform beim Deutschen Kirchentag in Hamburg. Insgesamt sind für 2013 bis zu 40 Hallenkonzerte und 19 Open-Air- Gastspiele an ausgewählten Orten geplant. Im Vorjahr stand die Big Band regelmäßig beim „Fernsehgarten“ des ZDF auf der Bühne und vor der Kamera.

Im weiteren Verlauf dieses Jahres treten die Musiker auch beim Sommerfest von Bundespräsident Joachim Gauck auf. Dazu passend soll das Motto in Pinneberg „Sommerparty“ lauten. „In kleineren Städten ist es leichter, die gewünschte Resonanz zu erzeugen“, sagt Thomas Ernst.

Bestuhlt wird der Drosteiplatz bewusst nicht, um das Publikum möglichst zahlreich und möglichst dicht an die Bühne zu bekommen. Am anderen Ende des Platzes wird es Gastronomie- Stände geben. Wer größere Beträge für die Kinder- und Jugendarbeit spendet, wird diese vor Publikum auf der Bühne überreichen können. „Wir bringen moderne LED-Wände mit, auf denen sich Sponsoren präsentieren können“, sagt Thomas Ernst. „Zu den Spendensammlern wird an diesem Abend niemand Nein sagen können“, sagt Citymanager Matthiesen.

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