Ehrenamt

Auszeichnung für zwei verdiente Mitbürger

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Gisela Peschel und Gerhard Richert erhielten die Medaille des Verdienstordens

Quickborn/Haselau. Zwei verdiente Bürger des Kreises Pinneberg sind jetzt in Kiel mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden: Gisela Peschel aus Quickborn und Gerhard Richert aus Haselau. Peschel für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Frauenverbandsarbeit, Richert für seinen fast 40-jährigen Einsatz bei der Elmshorner Speeldeel.

"Nach 20 Jahren Ehrenamt ist das eine tolle Anerkennung. Das freut mich sehr", sagt Gisela Peschel. Sie hat viele Jahre den Ortsring Ellerau-Quickborn des Frauenrings Deutschland geleitet und gehört auch heute noch dem Landesvorstand in Kiel an. Der Frauenring hat landesweit 700 und bundesweit etwa 6000 Mitglieder. Er setzt sich für staatsbürgerliche Bildung von Frauen ein. Die Themen waren geprägt von Agenda 21, der Europäischen Union, Gesundheitswesen und Stammzellenforschung. Auf Bundesebene war Gisela Peschel von 2006 bis 2009 Schriftführerin im Präsidium des Deutschen Frauenrings. Sie engagiert sich auch für das Kinderhilfswerk Unicef und ist Mitglied des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh.

Gerhard Richert ist seit 1964 Mitglied und Mitspieler der Elmshorner Speeldeel. 1990 übernahm er Vorsitz und Bühnenleitung dieses Amateurtheaters, das sich der niederdeutschen Sprache verschrieben hat. Richert gilt als eine tragende Säule des Niederdeutschen Bühnenverbandes, heißt es in der Laudatio. Richert war Initiator und Regisseur des Plattdeutschen Theaters für Schulkinder 2007 und spielte in dem Theaterstück "Uns Modersprook", das in vielen Schulen des Kreises Pinneberg aufgeführt wurde. Richert engagiert sich auch außerhalb des Theaterlebens. So gründete er 1963 die Landjugendgruppe Hohenhorst, zu deren Ehrenvorsitzender er 1971 ernannt worden ist. 1974 gründete er die Vereinsgemeinschaft Haseldorfer Marsch, deren Vorsitz er von 1990 bis 2000 innehatte. Hier organisierte er Kindernachmittage, Seniorenausfahrten und Dorfabende. Zudem engagierte er sich 40 Jahre lang in der Kommunalpolitik.