Mit Pfeil und Bogen gegen Drogen

Halstenbek. "Stress lass nach!" - das wünscht sich Silvia Stolze vom Fachdienst Jugend und Bildung Kreis Pinneberg für die Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums in Halstenbek. Sie bietet unter diesem Motto eines von sieben Projekten in der Suchtpräventionswoche "Süchte und Sehnsüchte" von Mittwoch, 29. Februar, bis Freitag, 2. März. "Die Schüler sollen lernen mit Stress umzugehen. Denn gerade der führt häufig dazu, dass sie Drogen konsumieren", sagt sie. An drei Tagen lernen die Schüler bei ihr, wie sie Termine gut managen und Entspannungstechniken nutzen können.

Entspannen können sich die Elfklässler auch im Yoga-Kurs von Sara Saremi. Sie macht mit den Jugendlichen verschiedene Übungen und erklärt die Yoga-Philosophie.

Auf eine "Reise ins Unterbewusste" geht Daniela Spitzar, Ortsjugendpflegerin der Gemeinde Halstenbek, mit ihren Gymnasiasten. Nach einem Besuch der Ausstellung der Brüder Gert und Uwe Tobias im Hamburger Kunstverein, wird sie den Zusammenhang zwischen Süchten, Drogen und der Erkundung des Unterbewusstseins besprechen. Am dritten Tag soll dann ein Gemeinschaftskunstwerk entstehen.

Ortsjugendpfleger Jörn Folster aus Rellingen nähert sich dem Thema, indem er die Teilnehmer ein Konzert planen und ausführen lässt. "Man muss die Jugend da abholen, wo sie in ihrer Freizeit zu finden ist", sagt er. Der Alkoholkonsum soll bei diesem Konzert auf ein Minimum reduziert werden. Ein ähnliches Projekt bieten die Pädagogen Jessica Wisch und Freimut Falk vom "JubA 23" an. Sie lassen die Schüler ein alkoholfreies Event planen. Schulsozialarbeiter Benjamin Wirth und Awo-Suchtberater Martin Meyr werden bei "Halopoly" mit den Jugendlichen auf dem Fahrrad Freizeitmöglichkeiten in Halstenbek erkunden. Bewegung bringt auch Dirk Rössner mit "Bogenbau und Bogenschießen - Zielgerichtet gegen Sucht" ins Spiel.