Pinneberg

Kajak-Fahrer friert in der Elbe vor Wedel fest - große Rettungsaktion

Wedel. Sein Leichtsinn hätte für einen 41 Jahre alten Mann schlimme Folgen haben können. Der Hamburger startete am Sonnabendmittag bei fast zweistelligen Minusgraden zu einem Paddelboot-Ausflug auf der Unterelbe - und blieb mit seinem Kajak vor Wedel im Eis stecken. An seiner Rettung beteiligten sich das Polizeiboot WS 35 aus Hamburg, der Polizeihubschrauber Libelle und die Kormoran des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck.

Der Kajakfahrer befand sich etwa 30 Meter vom Ufer entfernt, als er gegen 13 Uhr auf Höhe von Wedel-Schulau im Eis stecken blieb. Er saß laut Polizeiangaben mitten im Fahrwasser fest und konnte aufgrund der Eismassen weder vor noch zurück. Der Fall wurde über die Polizei in Stade an die Hamburger Wasserschutzpolizei gemeldet, die wiederum ein Boot und den Hubschrauber in Marsch setzte.

Die "Kormoran", ein bundeseigenes Schiff, befand sich zufällig in der Nähe und sichtete den Kajak-Fahrer zuerst. Dank der Anweisungen des Hubschrauberpiloten konnte die Crew ihr Schiff an das Paddelboot heranmanövrieren und den 41-Jährigen sowie sein Gefährt an Bord nehmen. Der Mann wurde schließlich im Tonnenhafen sicher an Land gebracht. Nach Polizeiangaben blieb der Paddler unverletzt. Seine Aktion wird keine strafrechtlichen, aber womöglich kostspielige Folgen haben. Es wird geprüft, ob ihm die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden können.