Pinneberg
Stadt genehmigt Ausflugslokal direkt am See

Park-Cafe öffnet im Frühjahr 2010

Das Projekt der Brücke im Steindammpark soll Menschen mit psychischen Problemen Arbeit geben.

Elmshorn

Im Sommer ist Baubeginn - und im Frühjahr 2010 die Eröffnung: Mit dem neuen "Cafe im Steindammpark" wird die beliebte Grünanlage mitten in der Elmshorner Innenstadt um eine Attraktion reicher. Bei der Einrichtung auf städtischem Grund und Boden handelt es sich um ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit psychischen Problemen, getragen von dem Verein "Brücke Elmshorn".

Das Stadtverordnetenkollegium hatte während seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für den entsprechenden Erbbaupachtvertrag gegeben, der über 40 Jahre läuft. Sehr zur Freude von Brücke-Geschäftsführer Detlef Witthinrich: "Die Baugenehmigung ist uns bereits vor zwei Jahren erteilt worden. Wir schreiben jetzt die Bauleistungen aus und starten im Laufe des Sommers."

Das Cafe-Restaurant wird am Nordufer des Sees mit viel Holz und Glas erbaut, es beinhaltet 50 Plätze im Innen- und 40 Plätze auf der Außenterrasse. Es soll ganzjährig und täglich von 12 bis 22 Uhr betrieben werden und auch einen Kioskverkauf umfassen. Es stehen auch abgetrennte Räume für Feierlichkeiten aller Art oder kleinere Kulturveranstaltungen zur Verfügung. Das Kernteam soll langfristig je zur Hälfte aus "normalen" Angestellten sowie Menschen mit Handicaps bestehen, die in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

Zuletzt hatte es Differenzen mit örtlichen Gastwirten gegeben, die das Gespenst einer mit öffentlichen Mitteln geförderten Billiggastronomie an die Wand malten. Diese sind ausgeräumt. Witthinrich: "Wir haben zugesagt, nur zu marktüblichen Preisen zu arbeiten." Auch Unstimmigkeiten hinsichtlich des Finanzierungskonzeptes sind passe. "Wir rechnen mit Kosten von 680 000 Euro. 150 000 Euro finanzieren wir aus Eigenmitteln, den Rest über Darlehen", erläutert Witthinrich. Er rechnet mit späteren Zuschüssen durch die "Aktion Mensch". "Wir werden entsprechende Anträge stellen." Die Brücke gründet für das Projekt eine eigene Betriebsgesellschaft. Im Insolvenzfall würde das Gebäude an die Stadt fallen.