Gedenken an Brand der Elmshorner Synagoge

ELMSHORN. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten im damaligen Deutschen Reich Synagogen und Geschäfte jüdischer Mitbürger. Die Reichspogromnacht, in deren Verlauf auch Juden beraubt, misshandelt und ermordet wurden, markiert den Beginn des offenen staatlichen Terrors gegen die aus Sicht der Machthaber "minderwertige Rasse".

Auch in Elmshorn wurde die Synagoge am Flamweg von Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Alle jüdischen Männer über 18 Jahren wurden inhaftiert und kamen in das KZ Sachsenhausen bei Berlin. Die jüdische Gemeinde in der Stadt, die seit mehr als 250 Jahren existierte, war damit faktisch ausgelöscht.

An die furchtbaren Ereignisse wird jährlich in Elmshorn erinnert. Die Kranzniederlegung findet am Donnerstag, 9. November, am Gedenkstein für die Synagoge an der Ecke Neue Straße/Flamweg statt. Beginn ist um 16.30 Uhr.

Die Ansprache wird in diesem Jahr Elmshorns Bürgervorsteher Peter Frank halten. Anschließend spricht Marianne Wilke als Vertreterin der Verfolgten des Naziregimes. Die jüdische Gemeinde nimmt ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teil. Die jüdischen Gebete El Male Rahamim und das Kaddisch werden von dem Landesrabbiner Walter Rothschild vorgetragen.

Die Gedenkveranstaltung soll an die Ereignisse vor 68 Jahren erinnern und als eine Mahnung dienen, dass so etwas nie wieder auf deutschem Boden geschehen darf. Alle Bürger der Stadt werden aufgefordert, an der Veranstaltung teilzunehmen.

( kol )

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