Pinneberg

Mit Bennet fängt das Jahr gut an

Bilanz: Freude im Krankenhaus und wenig Arbeit für Rettungsdienste und Polizei.

Kreis Pinneberg. Das erste Baby des neuen Jahres heißt Bennet Simon, kommt aus Elmshorn - und ließ lange auf sich warten: Erst gestern um 2.23 Uhr erblickte der kleine Racker (3510 Gramm schwer, 54 Zentimeter groß) im Klinikum Elmshorn das Licht der Welt. Die erste Geburt in Pinneberg wurde etwas mehr als eine Stunde später, um 3.37 Uhr, registriert. Dieser neue Erdenbürger heißt Tobias Kriegsmann (2700 Gramm, 47 Zentimeter). Während Silvester in Pinneberg um 12.04 Uhr mit Leon und Finn sogar noch Zwillinge zur Welt kamen, blieben die Kreißsäle am 1. Januar leer.

Susanne Krüger (30), die Mutter von Bennet Simon, hatte den Jahreswechsel noch zu Hause mit ihrem Lebensgefährten Bodo Hagemeister und dem gemeinsamen Sohn Colin (2) gefeiert. "Um 1.30 Uhr am Sonntag setzten die Wehen ein", erzählt sie. Ihr Lebensgefährte brachte sie ins Krankenhaus - und war auch während der Geburt anwesend. "Er war ein bißchen bleich, hat das aber gut überstanden." Susanne Krüger hat immer von zwei Kindern geträumt. "Mein Wunsch hat sich jetzt erfüllt", so die freudestrahlende Mutter.

Grund zur Freude hatten zum Jahreswechsel auch die Einsatzkräfte: Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei verlebten eine ruhige Nacht. 18mal mußten die Wehren zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens ausrücken - der niedrigste Wert seit langem. 15 Einsätze betrafen brennende Altpapiercontainer. In Elmshorn (Ollerlohstraße) traf gegen 0.40 Uhr eine Rakete eine Straßenlaterne. Die Folge: ein Feuer. An der Schenefelder Lindenallee brannte um 4 Uhr ein Baum. Dort hatten Unbekannte offenbar gezielt "gezündelt".

Während die ehrenamtlichen Feuerwehrleute den Jahreswechsel zumeist unbehelligt im Kreise ihrer Familien feiern konnten, mußte die Besatzung des Rettungshubschraubers SAR 31 aus Diepholz unfreiwillig in einem Hotel übernachten. Die Verlegung eines Patienten von Kiel nach Hamburg endete in Elmshorn. Aufgrund der Dunkelheit und der schlechten Sicht, bedingt durch Nebel, landete der Pilot in der Krückaustadt. Der Kranke gelangte mit einem Rettungswagen in die Hansestadt.

71 Einsätze registrierte der Rettungsdienst, die Polizei wurde zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens 110mal alarmiert. 38 Einsätze betrafen randalierende Personen und Streitigkeiten, 24 Fälle Körperverletzungen. Bereits um kurz nach Mitternacht wurden zwei 34 und 32 Jahre alte Männer während einer Feier auf dem Drosteivorplatz durch Schüsse aus einer Gaspistole verletzt.

Gegen 4 Uhr hielt ein Kummerfelder (19) einem gleichaltrigen Tornescher während einer Feier am Redder in Pinneberg eine - vermeintlich nicht geladene - Schreckschußwaffe vors Gesicht und drückte ab. Das Opfer landete im Krankenhaus. Um 5 Uhr forderte eine Hamburgerin (17) einen Wedeler (19) nach einem Streit auf dem dortigen Bahnhof auf, ihr "eine runterzuhauen". Dieser nahm die Aufforderung wörtlich, die 17jährige schlug zurück und wurde von ihrem Kontrahenten gegen eine Scheibe geschubst . . .