Pinneberg

Leserbriefe

Schildkröten in Gefahr "Die Retterinnen der Meeresschildkröten", PZ vom 12. Februar

Den asiatischen Schildkröten geht es schlecht, dort sind 22 Arten sehr gefährdet. Sie werden in der traditionellen chinesischen Medizin ebenso geschätzt wie in asiatischen Küchen. Darum enden allein in China jährlich vier Millionen Schildkröten im Kochtopf.

Ein anderes Problem ist die Eiablage. Mittlerweile werden die Strände auch von anderen Lebewesen geschätzt: Touristen. Mit dem Erfolg, dass immer weniger Weibchen ihre Eier ablegen. Schlüpfen dennoch Schildkrötenjunge, finden sie oft nicht ins Wasser - irritiert von den Lichtern der Hotels und von Strandburgen.

Antonietta Tumminello, Duisburg

Lebenswürdigste Stadt "Empörung über Pinneberg-Kritik", PZ vom 11. Februar

Platten, billigen und ignoranten Äußerungen schenke ich normalerweise keine Aufmerksamkeit, aber diesen Artikel kann ich einfach nicht im Raum stehen lassen. PI oder SK? Was ist mir lieber? "Faites vos Jeux". Ich komme aus Paris, habe mehrere Jahre in England und Kanada gewohnt. In Deutschland lebte ich in Lübeck, Düsseldorf und München. Und bin viel um die Welt gereist.

Ich habe mein Atelier und meine Galerie hier in Pinneberg etabliert und habe durch ein Deutsch-Französisches Kunstprojekt viele Franzosen hierher eingeladen und empfangen dürfen. Alle waren von Pinneberg ehrlich positiv angetan. Sie waren von der Freundlichkeit der Menschen sehr überrascht, das widersprach dem Klischee "der Deutsche sei zurück haltend." Sogar von Lokalen wie dem Ratskeller, der schöne und ungewöhnliche Innenräume sowie hochwertig bemalte Fenster hat, waren sie begeistert. Auch wenn man in die so unbeliebte Fußgängerzone oder in die Koppelstraße in der Altstadt schaut, entdeckt man schöne, gut erhaltenen Fassaden der Häuser.

Freunde aus Sydney haben uns im letzten Sommer besucht und waren von den schönen Pinneberger Rosen und der grünen Landschaft in der Stadt überwältigt.

Ich habe mich für diese Stadt entschieden , weil die Lebensqualität einmalig ist. Wir leben ruhig, in Waldnähe, die Infrastruktur ist hervorragend: S-Bahn, Flughafen und Autobahn,

Besser kann man es nicht haben.

Paris hat die schöne Seine, die großen Boulevards, die helle Architektur und ich bin sehr oft und gern dort. Aber ich freue mich immer wieder nach Hause zurück zu kehren , nämlich nach Pinneberg , wo ich seit 23 Jahre lebe. Ich betreibe weiter hier mein Atelier und bin stolz zu sagen: "Pinneberg ist und bleibt für mich die lebenswürdigste Stadt!"

Mouna Ramcke, Pinneberg

Murkserei ohne Ende In der Tat, der Spiegel-Artikel ist platt und lebt überwiegend von billiger Polemik. Was soll dieses alte, abgeschmackte Gerede über PI-Autofahrer, wobei sich die Weitergabe des schwarzen Peters an die Hamburger mit der Begründung der Durchfallquote ebenfalls auf diesem Niveau bewegt.

Zu so viel Freude, wie neun heitere Gesichter uns vermitteln wollen, besteht indes auch kein Anlass. Denn der Satz von Herrn Klampe: "Wenn der Autor sagen würde, die Steuern sind zu hoch, könnten wir darüber reden", führt uns in eine traurige Realität, die bei allem Positiven, das zu Recht herausgestellt wird (zum Beispiel Sport), unerwähnt bleibt. Es geht natürlich um die katastrophalen Pinneberger Finanzen, denen das Konjunkturprogramm auf die Beine helfen soll.

Pinneberg hat durch 20 Jahre Misswirtschaft diese Situation beträchtlich selbst schuldhaft verursacht. Nie hat man auch nur größenordnungsmäßig gehört, was zum Beispiel die Fehlschläge Müssentwiete und Gehrstücken die Stadt gekostet haben.

Begleitet war das lange von einem Konsens großer Teile der Bevölkerung (und der beiden großen Parteien), die einem sich leutselig gebenden tristen Bürgermeister hinterherliefen. Da darf man schon über Spießigkeit nachdenken.

Deprimierend ist, dass die Verantwortlichen wohl nichts aus der Vergangenheit gelernt haben: Rahimi treibt einen hilflosen Hühnerhaufen vor sich her, der vor Angst, Pinneberg könne seinen Kreisstadt-Status verlieren, wohl nicht mehr ernsthaft handlungsfähig ist. Und was tun eigentlich die in den Diensten der Stadt stehenden Juristen? Eine Murkserei ohne Ende.

Zum Thema Innenstadt werden Schwächen vernünftigerweise eingeräumt. "Aber daran arbeiten wir"- hoffentlich mit dem Erfolg, dass man nicht mehr so häufig nach Schenefeld fährt. Das Sortiment hat deutliche Mängel zugunsten Handyläden und Bäckereien, "Flair" ist nicht vorhanden.

Einen sehr schönen Pluspunkt hat man vergessen: die Pinneberger Gastronomie mit den Höhepunkten "Cap Polonio" und "Drostei" (und nahebei "Meinkenhof")

Klaus Müller, Pinneberg

Bestallte Lobhudler Was für ein Artikel! Nestbeschmutzer sind leider eine aussterbende Gattung; die bestallten Lobhudler sind schlimmer. Sie lügen, weil sie ihr Geld von der Stadt bekommen, in der sie nicht leben. Die Bürgermeisterin kommt aus Kassel, hat in Bremen, Frankfurt, Wiesbaden und Hamburg gelebt, ein Stefan Dupke "gebürtiger Hesse und Wahl-Hamburger". . . was ist das? Er schläft in Pinneberg, lebt aber in Hamburg - oder was? Keine alliierten Bomber haben Pinneberg zerstört, die Bomben wurden vom Bauamt abgeworfen. Das letzte Beispiel ist die Bauernmühle. Gott sei Dank steht die Landdrostei (noch) unter Denkmalschutz. Das einzige erwähnungswürdige Barockdenkmal - Fahltskamp 34 - ist durch die Außenfassade eines Restaurants verschandelt. Die Innenstadt ist eine architektonische Wüste, da helfen auch keine Hektoliter Gröninger Pils nichts mehr. Ach ja, wie sagt die CDU-Politikerin Frau Ochterberg so treffend: "Pinneberg kann mit Köln gut mithalten": Die Christuskirche an der Bahnhofstraße gibt den Kölner Dom? Das Pinneberger Tageblatt gegen den Kölner Stadtanzeiger? Gehen Sie in den Stadtteil Quellental und sehen sie das "neue" sogenannte Einkaufszentrum: die Eingangsfront eine überdimensionierte Apotheke, dann wieder ein Bäcker und ein überdimensioniertes Eis-Cafe (natürlich Kette). Und die Einheitsarchitektur wie gehabt. Stellen Sie Mitarbeiter ein, die wirklich über Wirklichkeit schreiben können.

Thomas Krömmelbein, Pinneberg

Gewurschtel "Schulpläne wieder "Schnee von Gestern"", PZ vom 11. Februar

Warum in aller Welt muss Halstenbek schon wieder etwas Besonderes als Schulgebäude haben. Wenn man die Politiker so rumlabern hört stellt man nur fest, dass die aus der Knickei-Affäre nichts aber auch gar nichts gelernt haben und dabei sind, dem Bürger schon wieder ein Millionen-Ei ins Nest zu legen. Warum nimmt man sich nicht eine bewährte Standard-Ausführung eines Schulgebäudes, welches bereits in Betrieb ist und nutzt die hiermit gemachten Erfahrungen. Das Ergebnis einer freien Architektur ist ja in Halstenbek hinlänglich bekannt. Wir leben zur Zeit. in einer schweren Wirtschaftskrise, Menschen fürchten um ihre Arbeit und Gelder die Gemeinde aber wurschtelt weiter wie sonst statt hier durch Einsatz von Bewährtem Geld/Zeit zu sparen und den Schülern etwas Brauchbares zu bauen. Unfassbar.

H. Dreesen, per E-Mail


Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten.

An die Pinneberger Zeitung , Lindenstraße 30, 25421 Pinneberg E-Mail: pz@abendblatt.de