Pinneberg
Fahrrad-Saison

Pinneberg: Auf die Räder, fertig, los!

Zum Start in die Fahrrad-Saison zeigt das Abendblatt ausgewählte Strecken im Kreis Pinneberg. Der Fahrradclub (ADFC) gibt Tipps.

Kreis Pinneberg. Beste Wetteraussichten fürs Wochenende. Sonnabend wie Sonntag scheint die Sonne bei Temperaturen von 20 bis 23 Grad vom Himmel. Hin und wieder ziehen ein paar Wolken vorbei.

Höchste Zeit, das Fahrrad aus dem Schuppen zu holen. Die Abendblatt-Mitarbeiter haben das bereits getan und für Sie vier Fahrradrouten durch den Kreis Pinneberg gestestet. Die Vorschläge für die Radtörns kommen vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Wedel und von der Metropolregion Hamburg.

Tour Nummer 1 eignet sich auch für Gelegenheitsradler. Sie führt über 22 Kilometer von Wedel durch die Holmer Sandberge und über Hetlingen, vorbei an der Hetlinger Schanze und der Carl-Zeiss-Vogelstation bis zum Schulauer Hafen mit der legendären Schiffbegrüßungsanlage "Willkomm Höft" in Wedel. Der Streckenverlauf ist eben, das ist perfekt fürs Trekkingrad. "Eine schöne Feierabendtour auf gut ausgebauten Radwegen oder wenig befahrenen Wirtschafts- und Deichstraßen", sagt Arne Meier vom ADFC Wedel.

Besonders in den Abendstunden überzeugt der Deichweg mit tollem Licht

Für die erfahrenen Radler empfiehlt Arne Meier Tour Nummer 2, die auch für Rennradfahrer geeignet ist. 43 Kilometer ist sie lang und führt über den Wedeler Geestrücken durch Appen, Unterglinde und Moorrege in die Haseldorfer Marsch. Anschließend geht es über Klevendeich, Hohenhorst und Haseldorf an den Elbdeich. Hier muss zwar ab und zu ein Tiergatter geöffnet werden, dafür entschädigt in den Abendstunden aber das hinreißende Licht. Auf der der Elbe abgewandten Deichseite verläuft die Strecke durch das Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe und führt dann wie bei Tour Nummer eins zurück in die Rolandstadt

Tour Nummer 3 startet am Elmshorner Bahnhof, führt über Klein Offenseth, durch das Bokelsesser Moor nach Westerhorn und Brande-Hörnerkirchen, mit dem hölzernen Glockenstuhl, der als Friedhofstor genutzt wird. Im Naherholungsgebiet um den Bokeler Mühlenteich mit Bootsverleih und Naturfreibad, kann sich der Radfahrer erholen, bevor es über Lutzhorn weiter nach Barmstedt und zum Rantzauer See geht. Die Barmstedter Schlossinsel ist ein Highlight der Tour und ebenso sehenswert, wie das Museum der Stadt. Durch das Staatsforst Rantzau führt die Strecke über Kölln-Reisiek zurück nach Elmshorn. Die Strecke ist etwa 50 Kilometer lang, bietet viele Rast- und Einkehrmöglichkeiten, sodass sie auch für Gelegenheitsfahrer zu schaffen ist.

Tour Nummer 4 von Elmshorn nach Wedel ist etwa 40 Kilometer lang. Sie führt abseits der B 431 durch schönste Landschaften in der Region. Startpunkt ist der Bahnhof Elmshorn. Von dort aus geht es vorbei am Hafen in westlicher Richtung entlang der B 431 nach Raa-Besenbek und auf dem Damm Raender Lander an der Ortschaft vorbei. Anschließend links, in Richtung des Krückaudeiches. Diesem folgt die Strecke bis Kronsnest. Dort setzt die kleinste Fähre Deutschlands zwischen Mai und Oktober Personen und Fahrräder an Wochenenden und Feiertagen, von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr über die Krückau. Wochentags sollte die Route südlich der Krückau gewählt werden.

Von Kronsnest aus führt die Tour weiter in Richtung Seestermühe, über den Neuenfelderdeich nach Neuendeich, weiter über die Drehbrücke, auf die Haselauer Chaussee und nach Haselau. Kurz hinter dem Ortseingang geht rechts der Große Landweg Richtung Mühlenwurth und Scholenfleth in Haseldorf mit dem Schloss, der Kirche St. Gabriel, und dem Elbmarschenhaus ab. Wer jetzt noch Puste hat, kann von Scholenfleth über die Hafenstraße zum Deich fahren. Mit Blick auf das Naturschutzgebiet geht es so nach Wedel zurück, wie bei Tour eins beschrieben.

Diane Vejic vom Fahrrad-Basar Rellingen weiß, was ein Fahrrad braucht, um verkehrstüchtig zu sein. "Licht und Klingel sind Pflicht", sagt sie. "Zwei Bremsen muss das Rad haben und vorne und hinten Reflektoren." Die Speichenreflektoren seien nur nötig, wenn das Rad keine Leuchtstreifenreifen habe, sagt sie. "Und das Rad sollte an beiden Reifen Schutzbleche haben." Für eine Radtour empfiehlt die Expertin außerdem Satteltaschen für Proviant und Gepäck. Das sei ebenso wichtig wie die Ausstattung und die Vorbereitung. Vor allem ausreichend Getränke seien sehr wichtig. "Und für alle Fälle: Flickzeug, Werkzeug und natürlich eine Luftpumpe", sagt der Experte. "Die Strecke zu kennen ist optimal", sagt Arne Meier. "Dabei sollte man wissen, ob man unterwegs einkehren kann oder Proviant einpacken muss."

Fahrradkarten gibt es in Buchhandlungen. Infos über Fahrradtouren durch die Region gibt es im Internet unter www.metropolregion.hamburg.de , www.holstein-tourismus.de und unter der Adresse www.adfc-tourenportal.de .