Berufssportler-Status

Regionalliga-Fußballer dürfen wieder als Team trainieren

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Frank Best
Beim ersten Mannschaftstraining von Eintracht Norderstedt nach dreieinhalb Monaten Zwangspause kommt – wie hier nach der ersten Welle der Corona-Pandemie – endlich wieder der Ball ins Spiel.

Beim ersten Mannschaftstraining von Eintracht Norderstedt nach dreieinhalb Monaten Zwangspause kommt – wie hier nach der ersten Welle der Corona-Pandemie – endlich wieder der Ball ins Spiel.

Foto: Frank Best

Das Gesundheitsamt Bad Segeberg erlaubt Eintracht Norderstedt unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Schritt in Richtung Normalität.

Norderstedt.  Drei Wochen lang haben die Regionalliga-Fußballer von Eintracht Norderstedt auf die Erlaubnis des Gesundheitsamtes Bad Segeberg gewartet – jetzt ist es amtlich: Die Mannschaft von Trainer Jens Martens darf wieder als Team trainieren. Die erste Übungseinheit seit der Verkündung des moderaten Lockdowns Anfang November, der später in den harten Lockdown überging, findet am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr auf dem hinteren Kunstrasenplatz der Anlage an der Ochsenzoller Straße statt. Und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In den vergangenen dreieinhalb Monaten war an Übungen mit Ball nicht zu denken. Stattdessen standen für die Eintracht-Spieler zweimal wöchentlich Video-Einheiten mit Kraft- und Athletikübungen sowie individuelles Lauftraining auf dem Plan.

Dass die Norderstedter nun wieder auf den Platz dürfen, liegt unter anderem daran, dass ihnen die zuständige Behörde den Status als Berufssportler zuerkannt hat – im Zuge der Gleichbehandlung mit Regionalliga-Clubs wie Altona 93 und Teutonia 05 ein längst überfälliger Schritt. Hintergrund: Während Amateure zum jetzigen Zeitpunkt der Corona-Pandemie weiterhin pausieren müssen, profitieren Profis von Ausnahmegenehmigungen.

Eintracht übernimmt Hygienekonzept der DFL

Voraussetzung dafür ist im Kreis Segeberg ein umfassendes und plausibles Hygienekonzept. Die Eintracht hat sich bei der Einreichung der Unterlagen strikt an die bewährten Richtlinien der Deutschen Fußball Liga (DFL) gehalten. Mit einer Ausnahme: Auf die erheblich teureren PCR-Tests wird verzichtet, stattdessen nehmen die im Lans Medicum geschulten Physiotherapeutinnen Vanessa Blunk und Jindra Nesteriuk zweimal wöchentlich Antigen-Schnelltests vor.

Die Vorschriften sind streng. „Während des Trainings bilden wir gewissermaßen eine eigene Blase, auf der Anlage werden sich nur 30 Spieler und Personen aus dem Umfeld der Mannschaft aufhalten. Zum Umziehen, das in zwei Schichten erfolgt, stehen vier Kabinen zur Verfügung“, sagt Vereinspräsident Reenald Koch.

Wie es bezüglich des Spielbetriebs in der Regionalliga Nord weitergeht, will der Norddeutsche Fußball-Verband auf einer Videokonferenz am Mittwoch, 3. März, besprechen.

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