Tennis

Ein Riesenschritt in Richtung Regionalliga

Ines May, Eliessa Vanlangendonck, Anna Petkovic, Tizia Brocks, Katharina Huhnholz, Kim Juliane Auerswald und Mannschaftsführerin Christin Potsch (von links) waren nach ihrem Auswärtserfolg auf der Anlage am Hamburger Rothenbaum bester Dinge.

Ines May, Eliessa Vanlangendonck, Anna Petkovic, Tizia Brocks, Katharina Huhnholz, Kim Juliane Auerswald und Mannschaftsführerin Christin Potsch (von links) waren nach ihrem Auswärtserfolg auf der Anlage am Hamburger Rothenbaum bester Dinge.

Foto: TC an der Schirnau

Die Damen des TC an der Schirnau setzen sich im Nordliga-Gipfeltreffen mit 5:4 gegen das zweite Team des Clubs an der Alster durch.

Kaltenkirchen. Über dem Eingangstor des Clubs an der Alster an der Hallerstraße stand in großer Schrift geschrieben: „Am Rothenbaum sagt man Tschüss“. In dieser Aussage lässt sich eine gewisse Doppeldeutigkeit erahnen. Während sich die Tennisdamen des TC an der Schirnau nach einem hart erkämpften 5:4-Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Harvestehude in bester Stimmung auf die Heimfahrt begaben, zogen die Gastgeberinnen lange Gesichter. Die knappe Niederlage bedeutet für sie nämlich Abschied zu nehmen vom Traum des Aufstiegs in die Regionalliga Nord-Ost.

Das Aufstiegsspiel ist noch einen Sieg entfernt

Die große Chance dazu bietet sich nun den nach drei Partien noch ungeschlagenen Kaltenkirchenerinnen. Gewinnt der klar favorisierte TCS das abschließende Saisonspiel beim Uhlenhorster HC (Sonntag, 11 Uhr), wäre das Aufstiegsspiel gegen einen Vertreter aus der Ostliga erreicht. Am Sonnabend, 19. September, ginge es dann auswärts gegen den PTC Rot-Weiß Potsdam oder den
TC Grunewald.

Die Schirnauerinnen zeigten auf traditionsreichem Terrain genau zum richtigen Zeitpunkt ihr Leistungsvermögen. In einer packenden Partie stand es nach den Einzeln 3:3. Auf den ersten drei Positionen mussten sich die Belgierin Eliessa Vanlangendonck (7:6, 5:7, 8:10 gegen Jennifer Witthöft), Katharina Huhnholz (0:6, 0:6 gegen Gitte Möller) sowie Kim Juliane Auerswald (0:6, 4:6 gegen Michelle Korpys) zwar geschlagen geben.

Drei Erfolge an den Positionen vier bis sechs

Doch dahinter punktete nur der TCS: Tizia Brocks setzte sich mit 3:6, 6:3, 10:7 gegen die frühere Henstedt-Ulzburgerin Michelle Weinstock durch, Anna Petkovic bezwang Lorraine Larbig 6:0, 6:2 und Ines May , behielt ähnlich souverän mit 6:3 und 6:0 die Oberhand gegen ihre Kontrahentin Jana Otte. Die drei Doppel waren taktisch genau richtig aufgestellt: Vanlangendonck/Brocks siegten ebenso wie Petkovic/May.

Für Ines May, den Neuzugang von der SV Blankenese, war es ein besonderer Tag. Die Ellerauerin ist mit ihren 37 Jahren die mit Abstand älteste Akteurin im jungen Team und könnte in absehbarer Zeit noch einmal den Triumph eines Regionalliga-Aufstiegs genießen. May dürfte in dieser Klasse für die Damen 30 des TCS aufschlagen. Da die Mannschaft wegen der Corona-Pandemie in dieser Saison jedoch nicht gemeldet hat, tritt die die routinierte Linkshänderin nunmehr bei den Damen an. „Sie ist auch mental ein Rückhalt“, sagte die in Berlin wohnhafte Mannschaftsführerin Christin Potsch, die sich aufs Coachen beschränkte, im Notfall aber im Doppel eingesprungen wäre.

Harmonischer Kader mit viel Potenzial

„Gerade im Spiel gegen Alster hat sich gezeigt, dass wir einen gut eingespielten Kader mit viel Harmonie haben“, so Potsch. Und auch in der Breite bieten sich ausgezeichnete Perspektiven. Mit Julia Paetow und Damen-30-Landesmeisterin Alison Röpcke hat der TCS zwei Spielerinnen in der Hinterhand, die in der Regionalliga mithalten könnten.

Die Nordliga-Herren des TC an der Schirnau feierten einen 6:3-Erfolg beim TSC Halstenbek. Sie können dem TC Alfeld den Einzug ins Regionalliga-Aufstiegsspiel allerdings nur noch dann verwehren, wenn sie den Tabellenersten am kommenden Sonntag (11 Uhr) mit 8:1 oder 9:0 schlagen. Der Herren 30 setzten sich in der Nordliga mit 7:2 beim DTV Hannover durch.