Fussball

Das Hygieneschutzkonzept funktioniert tadellos

Einzug ins Pokal-Viertelfinale: Gerret Grage (Mitte) und die A-Junioren von Eintracht Norderstedt setzten sich unter Corona-Rahmenbedingungen mit 3:1 gegen den Niendorfer TSV durch.

Einzug ins Pokal-Viertelfinale: Gerret Grage (Mitte) und die A-Junioren von Eintracht Norderstedt setzten sich unter Corona-Rahmenbedingungen mit 3:1 gegen den Niendorfer TSV durch.

Foto: Anne Pamperin

Eintracht Norderstedts U-19-Fußballer leisten Pionierarbeit für das Lotto-Pokal-Halbfinale der Regionalliga-Herren gegen Altona 93.

Norderstedt.  Gelungene Generalprobe, gelungene Premiere! So dürfte wohl das vollständige Fazit bezüglich der Funktionalität des Hygieneschutzkonzeptes im Edmund-Plambeck-Stadion nach dem Lotto-Pokal-Halbfinale der Fußballer von Eintracht Norderstedt gegen Altona 93 (Anpfiff: Sonntag,
14 Uhr) lauten.

Die Hälfte dieses vorweggenommenen Resümees ging beim Lotto-Pokal-Achtelfinale des U-19-Teams der Garstedter gegen den Niendorfer TSV in Erfüllung. Das 3:1 beim Debüt des vom NTSV zur Eintracht zurückgekehrten Trainers Andreas Prohn wurde zugleich zum erfolgreichen Testlauf unter Corona-Rahmenbedingungen. Im Viertelfinale muss das Team an diesem Sonnabend um 14 Uhr beim HEBC auf dem Kunstrasen an der Tornquiststraße ran.

157 Tage nach dem letzten Pflichtspiel an der Ochsenzoller Straße (0:0 am 8. März gegen den SC Weiche-Flensburg 08 in der Regionalliga Nord der Herren) durften nur 150 Personen inklusive der Trainer und Funktionsteams im Stadion sein. Geschäftsstellenmitarbeiterin Corinna Kröger hakte die namentlich angemeldeten Zuschauer, Offiziellen und Journalisten auf einer Liste ab.

Hinweisschilder im Stadion erklären das Prozedere

Das Catering musste ohne Alkoholausschank auskommen. Die WC-Räume durften nur von maximal zwei Personen gleichzeitig betreten werden. Für die Zuschauer galt bis zur Einnahme der Sitzplätze auf der Tribüne Maskenpflicht. Dort war jede zweite Reihe mit Klebeband gesperrt worden, mehrere übersichtliche Hinweisschilder erklärten zudem das Prozedere.

„Das war schon sehr viel Aufwand. Es läuft aber sehr gut, und das ist die Hauptsache“, sagte der für die Organisation zuständige Olaf Bösselmann in der Halbzeitpause. Verwunderlich war allerdings die vom Kreisgesundheitsamt Bad Segeberg verfügte Beschränkung auf 150 Personen bei einer Tribünenkapazität von 1300 Plätzen. „Das finde ich nicht nachvollziehbar. 250 bis 300 Fans hätten wir sicherlich problemlos mit genügend Abstand hereinlassen können“, sagte Bösselmann.

Ordnungsamt verweigert Ausnahmeregelung

Die Eintracht unternahm daher auch einen Versuch beim für die Umsetzung der Verfügung zuständigen Ortsamt Norderstedt und bat um eine Erhöhung der Zuschauerzahl für die Begegnung der Regionalliga-Herren gegen Altona 93. „Uns wurde aber mitgeteilt, dass es keine Ausnahme von der Ausnahme geben wird. Das akzeptieren wir nun so. Es ist ja nur für ein Match“, sagte Vereinspräsident Reenald Koch. Er spielte darauf an, dass die schleswig-holsteinischen Clubs im Zuge der neuesten Lockerungen vom 19. August an wieder 500 Zuschauer auf die Anlage lassen dürfen.

Eintracht geht als Favorit auf den Platz

Sportlich geht die Eintracht gegen den Staffelkonkurrenten wegen des qualitativ stärkeren Kaders als Favorit ins Spiel. „Das ist mir allerdings völlig egal“, sagte Eintracht-Trainer Jens Martens. Direkt nach dem 1:0 seiner Truppe beim FC Teutonia 05 beobachtete er das 4:0 der Hansestädter in deren Viertelfinale beim Landesligisten ASV Hamburg. „Das ist allerdings kein Gradmesser. Altona hat die Partie souverän gewonnen. Gegen uns werden sie aber vermutlich mit einer anderen Mannschaft auflaufen, einige Leistungsträger standen überhaupt nicht auf dem Platz.“

Die Norderstedter müssen den gesperrten Linksverteidiger Rico Bork, den am Knie verletzten Angreifer Michael Kobert und möglicherweise auch Innenverteidiger Hamajak Bojadgian ersetzen. „Hamo hat muskuläre Probleme“, sagt Jens Martens, „es kann durchaus sein, dass wir ihm vorsichtshalber eine Zwangspause verordnen.“

Das zweite Halbfinale bestreiten am Sonntag um 15 Uhr die beiden Oberligisten SV Rugenbergen und TSV Sasel.