Norderstedt
Tennis

Herren 30 sind zurück in der Regionalliga Nord-Ost

Aufsteiger in die Regionalliga Nord-Ost: die Herren-30-Mannschaft des Tennisclubs Alsterquelle. Von links: Frederik Landsky, Alexander Peetz, Sergey Khrolenkov, Stefan Rohde und Juri Petrenko

Aufsteiger in die Regionalliga Nord-Ost: die Herren-30-Mannschaft des Tennisclubs Alsterquelle. Von links: Frederik Landsky, Alexander Peetz, Sergey Khrolenkov, Stefan Rohde und Juri Petrenko

Foto: Thomas Maibom

6:0 gegen FTSV Jahn Brinkum – TC Alsterquelle darf nach zwei Jahren wieder in der höchsten Hallenspielklasse des Nordens aufschlagen.

Henstedt-Ulzburg.  Günter Warkentin trug vorsichtig ein Tablett mit Sekt in die Halle. Der Stellvertretende Vorsitzende des TC Alsterquelle gehörte zu den ersten Gratulanten, die mit den Herren 30 des Clubs aus Henstedt-Ulzburg auf den Aufstieg in die Tennis-Regionalliga Nord-Ost anstießen.

Nach zweijähriger Abwesenheit hat die TCA-Crew die Rückkehr in die höchste Spielklasse des Nordens mit einem klaren 6:0 über die FTSV Jahn Brinkum perfekt gemacht. Spitzenspieler Sergey Khrolenkov, Alexander Peetz, Juri Petrenko, Stefan Rohde und der neu zur Mannschaft gestoßene Ex-Tangstedter Frederik Landsky bewegen sich in der Hallensaison zukünftig auf derselben überregionalen Bühne, auf der die Herren 40 des Traditionsvereins schon seit geraumer Zeit mitspielen.

Letztere müssen allerdings noch einiges tun, um den Klassenerhalt in der Regionalliga zu schaffen. Parallel zum aktuellen Meisterteam bestritt die Truppe das richtungsweisende Kellerduell gegen den Osnabrücker TC und gewann eindrucksvoll mit 6:0. Sollte es in den beiden noch ausstehenden Begegnungen Erfolgserlebnisse geben, wären in der Winterrunde 2020/2021 zwei Teams des TCA in der Regionalliga vertreten.

Sommerrunde ohne Herren-30-Team

In der neuen Sommersaison gibt es an der Wilstedter Straße kein Herren-30-Team, stattdessen schlagen zwei Herren-40-Vertretungen in der Regionalliga beziehungsweise Nordliga auf. Die Alsterqueller befinden sich schon seit Jahren in der komfortablen Situation, ihre Mannschaften aus einem zahlenmäßig starken Kader zusammenstellen zu können. Die älteren Akteure, die über40 Jahre und noch immer leistungsstark sind, können auch bei den Herren 30 eingesetzt werden.

So wie Mannschaftskapitän Stefan Rohde (42). Der Linkshänder brachte es in diesem Winter auf eine makellose 5:0-Einzelbilanz und verlor nur im Doppel ein Match. Für den Bramstedter war es das erste Mal, dass er einen Aufstieg bejubeln durfte.

Vereinskollege Christian Ladehoff (45) verhalf derweil der zweiten Herren-40-Crew zum Klassenerhalt in der Nordliga und ist ein wichtiger Leistungsträger der abstiegsbedrohten Regionalliga-Mannschaft. Der Steuerberater gehört dem Verein seit 32 Jahren an und kennt als Vorstandsmitglied die Strukturen des 1978 gegründeten Clubs bestens.

In den Altersklassen läuft es also gut beim TCA. Doch wie ist es um das Damen- und Herrentennis sowie um die Nachwuchsarbeit im einstigen Vorzeigeclub bestellt?

Neuaufbau im Herrrenbereich

„Man denkt natürlich noch immer gern an die Zeiten zurück, als der TC Alsterquelle mit den Damen eine führende Rolle spielte und sogar in der 2. Bundesliga vertreten war“, erinnert sich Christian Ladehoff. „Angelique Kerber hat mit 15 Jahren bei uns gespielt, das war damals ein Highlight für uns alle.“

Momentan sind lediglich zwei Herrenmannschaften in unteren Klassen vertreten. Der TCA befindet sich nach Jahren der Stagnation im Neuaufbau, der noch einige Jahre dauern kann. Motor des Aufschwungs ist Thorsten Motzkus aus Henstedt-Ulzburg, seit drei Jahren Leiter der Tennisschule.

Beachtliche Entwicklung bei den Jugendlichen

Die Entwicklung ist beachtlich: Trafen sich anfangs gerade mal 30 talentierte Jungen und Mädchen beim Training, kommen inzwischen bis zu 100 Jugendliche regelmäßig auf die Anlage. Sie üben mit Motzkus und den beiden anderen Coaches Ralf Wollgast (Norderstedt) und Thorsten Kolbe (Itzehoe).

Die zum großen Teil erst sechs bis zehn Jahre alten Jugendlichen bekommen die Gelegenheit, sich früh mit dem Verein zu identifizieren – auch das ist eine Zielsetzung der Verantwortlichen. So tragen die Tennis-Asse von morgen bei Turnieren und Meisterschaften häufig einheitliche T-Shirts mit dem Club-Logo in Grün. Außerdem hat der TC Alsterquelle ein Förderkonzept mit dem Namen „Tennisrakete“ entwickelt und einen Förderverein gegründet.