Norderstedt
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Klar unterlegen und acht Gegentore

Norderstedts Fußball-A-Jugend hat im Test gegen SV Todesfelde viele Probleme

Norderstedt.  Was die jeweilige Spieldauer beim Fußball angeht, sind die Wünsche verschieden. Testete die dritte Mannschaft des HSV unlängst dreimal 30 Minuten beim 3:2 gegen den VfL Pinneberg (Oberliga), kickte die U19 von Eintracht Norderstedt gegen Verbandsligist SV Todesfelde dreimal 40 Minuten.

Anders als beim 2:1 wenige Tage zuvor gegen den Hamburger Oberligisten TuS Osdorf gelang keine Überraschung. Die A-Jugend kam mit 1:8 (0:3, 0:2, 1:3) unter die Räder. Den Ehrentreffer erzielte Johnny Ouattara beim Stand von 0:8. Auch wenn drei Tore des SVT aus abseitsverdächtiger Position fielen, war die U19 diesmal klar unterlegen. „Wir haben brutale individuelle Fehler gemacht und sind dafür bestraft worden“ sagte der neue Trainer Jens Martens.

Wie schon in der Partie gegen Osdorf setzte er auf eine 4-2-3-1-Formation. Der 62-Jährige versuchte, das Ergebnis am Ende richtig einzuordnen. „Wir haben an den beiden Tagen vor dem Spiel hart trainiert. Das steckte einigen Jungs noch in den Knochen. Wenn es aber wieder losgeht, müssen wir topfit sein im Abstiegskampf.“ Einsatzbereitschaft und das Auftreten auch außerhalb des Platzes seien sehr gut, zulegen müsse das Team bei der Minimierung defensiver Fehler und im Kopfballspiel. Taktische Einheiten folgen erst, bisher wurde vor allem an der Physis gearbeitet.

Martens hebt vor allem den Willen des Teams hervor „Selbst als es am 17. Januar extrem viel schneite, waren 28 von 32 Spieler beim Training. Zwei waren krank, zwei weitere konnten nur deshalb nicht kommen, weil an ihren Orten die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr fuhren.“

Die erste heikle Aufgabe seiner noch relativ kurzen Amtszeit erwartet den Coach nach dem Testspiel gegen den VfL Pinneberg am heutigen Mittwoch um 20 Uhr. Martens hatte nämlich gleich zu Beginn seinen Wunschkader auf die Größenordnung von circa 24 Spielern festgelegt.

„Wir werden nach dem Pinneberg-Spiel sicher eine Nacht darüber schlafen. Dann werde ich mich mit den Jungs zusammensetzen, für die es aktuell nicht reicht. Wir werden das absolut sozialverträglich machen, aber ich will auch keinem Spieler das Fußballspielen verwehren, der als Nummer 29 sowieso nicht zum Einsatz käme.“ Eine Hintertür lässt Martens offen: „Sagen wir einem Spieler aus einem jüngeren Jahrgang, dass es bei uns nicht reicht, ist er nicht völlig abgeschrieben.