Norderstedt
Handball

Die neue Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg steht

Von ihr wird in der Punktrunde 2015/2016 viel abhängen: Mannschaftsführerin Tina Pejic ist die mit Abstand dienstälteste Spielerin im Kader

Von ihr wird in der Punktrunde 2015/2016 viel abhängen: Mannschaftsführerin Tina Pejic ist die mit Abstand dienstälteste Spielerin im Kader

Foto: Thomas Maibom

Drittliga-Handballfrauen setzen in der kommenden Saison auf eine Mischung aus Routiniers und hoffnungsvollen Nachwuchstalenten.

Henstedt-Ulzburg.  Die Zusammenstellung der Drittliga-Handball-Frauenmannschaft des SV Henstedt-Ulzburg für die Saison 2015/2016 ist abgeschlossen. Coach Sebastian Schräbler und Co-Trainer Frank Hamann setzen auf eine Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan. Überraschend nicht mehr mit dabei sind zwei langjährige Teammitglieder: Rückraumspielerin Laura Neu und Linksaußen Mirlida Hani wurden aussortiert.

Die Entscheidung, sich von Neu und Hani zu trennen, fiel nicht spontan, sondern nach reiflicher Überlegung. „Wir sind absolut davon überzeugt, dass wir mit diesem Kader die nächsten Schritte in unserer Entwicklung gehen werden. Leider gehören auch einschneidende Veränderungen zum leistungsorientierten Sport dazu, das ist sicherlich alles andere als angenehm“, sagte Schräbler.

Hamann äußerte sich ein wenig detaillierter: „Sicherlich war Laura aufgrund ihrer vielen Siebenmetertreffer unsere auffälligste Torschützin, in vielen anderen Bereichen waren wir aber mit ihrer Entwicklung unzufrieden.“ Bei Hani, die lange an den Folgen einer Lungenentzündung laborierte, zeigte die Formkurve erst in der Schlussphase der Punktrunde 2014/2015 nach oben.

„Für beide Spielerinnen ist das sicherlich hart, zumal sie lange für den
SV Henstedt-Ulzburg aktiv waren. Uns geht es hier aber um die leistungsorientierte Weiterentwicklung der Mannschaft, und da steht das Thema Vereinszugehörigkeit eher im Hintergrund. Am Ende sind wir als Trainer verantwortlich und müssen dementsprechend die aus unserer Sicht erforderlichen Entscheidungen treffen.“

Im Tor bilden Merline Wünsche und Jugendnationalkeeperin Celina Meißner künftig ein Gespann, Hanna Belgardt wechselt wie Kreisläuferin Stefanie Schoeneberg zum Zweitliga-Absteiger TSV Travemünde. Auf den Außenpositionen werden Annika Fimmen, Janicke Bielfeldt, Rebecca Allmenröder und Maren Gajewski (kommt von der JSG Alstertal/Norderstedt) auflaufen. Allmenröder ist aber auch eine Alternative als Kreisläuferin, da Janne Hübner ein Auslandsjahr in Südafrika einlegt.

Im linken Rückraum gehen die Henstedt-Ulzburgerinnen völlig neue Wege. Vom TSV Travemünde kommt Karen Wessoly, die auch in der Abwehr mit Sicherheit eine deutliche Verstärkung sein wird. Neuzugang Marleen Kadenbach (JSG Alstertal/Norderstedt) und Maxie Bech (eigene B-Jugend) komplettieren das Team auf dieser Position.

Marleen Völzke und Katharina Rahn werden weiterhin Regie im Angriff führen. Die beiden Spielmacherinnen haben ihr Leistungspotenzial allerdings längst noch nicht ausgeschöpft. Mannschaftsführerin Tina Pejic könnte im rechten Rückraum Unterstützung von Maren Gajewski, Marleen Kadenbach und Karen Wessoly erhalten. Nummer eins auf der Kreisläuferposition dürfte Annika Jordt sein, die zuletzt beim TSV Travemünde spielte und zudem als sehr abwehrstark gilt.

Weiterhin zum Kader gehört Inga Schlegel, die in der Offensive am Kreis eingesetzt werden kann und zudem Sonderaufgaben in der Abwehr übernehmen soll. Hanna Bahde, Kreisspielerin der eigenen B-Jugend, soll ebenso wie ihre Schwester Kristin und Jamila Popiol behutsam an das Frauenteam herangeführt werden.

Zusätzlich werden die beiden Rückraumtalente Maria Ruge und Alina Wandschneider aus der zweiten SVHU-Mannschaft regelmäßig am Training teilnehmen und sich individuell weiterentwickeln. Nicht mehr mit dabei sind Sabrina Wrage und Ann-Kathrin Skubich.

Im Umfeld der Drittliga-Crew gibt es keine Veränderungen: Die Zusammenarbeit mit Teammanager Stefan Schubert sowie Physiotherapeut Max Roosen hat sich bewährt und wird fortgesetzt.

Trainingsauftakt ist am Montag, 1. Juni. Im Sportland an der Olivastraße findet eine erste Leistungsdiagnostik in den Bereichen Kraft und Ausdauer statt. Darauf aufbauend folgen dann weitere Übungseinheiten in der Halle, auf der Laufstrecke und im Kraftraum. In der ungeliebten ersten Vorbereitungsphase sollen die körperlichen Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden. In diesem Zeitraum finden außerdem teambildende Maßnahmen statt.

Nach einer Urlaubsphase im Juli, in der alle Spielerinnen individuelle Trainingspläne als Hausaufgaben bekommen werden, geht es dann im August endlich an den Handball. Schwerpunkt wird dann die technisch-taktische Ausbildung sein, um optimal vorbereitet in die Drittliga-Serie starten zu können.