Norderstedt
Todesfelde

SV Todesfelde patzt beim Tabellenzwölften TSV Altenholz

Sascha Sievers hatte gedacht, dass die Fußballer des SV Todesfelde in ihrer Entwicklung schon weiter wären.

Todesfelde. Oder dass sie wenigstens so clever sein würden, in einer wie erwartet hektischen Schleswig-Holstein-Liga-Auswärtspartie beim Tabellenzwölften TSV Altenholz nicht zweimal eine Führung zu vergeben.

Was der Coach allerdings beim 2:4 (2:1) mit ansehen musste, war ein Rückschritt, den er vom SVT, der in der höchsten Klasse des nördlichsten Bundeslandes aktuell Rang vier belegt, so nicht erwartet hatte. Sievers: „Es ist eine Situation eingetreten, vor der ich gewarnt hatte. Altenholz gibt niemals auf, diese Mannschaft kann immer gefährlich werden. Und wir haben in vielen Bereichen nicht das gezeigt, was wir zuletzt gut gemacht haben.“

45 Minuten lang war die Todesfelder Welt allerdings in Ordnung. Oliver Zebold mit seinem 20. Saisontor (20.) und – unmittelbar nach dem 1:1 – Luca Sixtus (26.) mit seinem achten Treffer hatten die erste Halbzeit entscheidend geprägt.

„In der Pause habe ich dann gesagt, dass wir nicht die Ordnung verlieren und nur mit langen Bällen agieren dürfen“, so Sascha Sievers. „Für meinen Geschmack waren wir gut eingestellt, konnten es aber nicht umsetzen.“

Demzufolge verlor sein Team komplett die Kontrolle. „Je länger wir nach dem 2:3 auf den Ausgleich gedrängt haben, desto unstrukturierter wurde es. Wir sind planlos angerannt“, kritisierte der Trainer. Es gab zu viele Einzelaktionen, kaum Spiel über die Flügel; in der Schlussphase hatte der SVT keine Chancen mehr. Sascha Sievers: „Das sind leider Indizien dafür, warum es für uns nicht für ganz oben reicht.“

Tore: 0:1 Oliver Zebold (20.), 1:1 Patrick Amponsah (23.), 1:2 Luca Sixtus (26.), 2:2 René Joswig (56.), 3:2 Abdullah Ali Kalma (60.), 4:2 Björn Kastner (90.+4). Rote Karte: Tom Wüllner (Altenholz/90.+5/Schiedsrichterbeleidigung). Gelb-Rote Karte: Shpend Meshekrani (Altenholz/90./wiederholtes Foulspiel). SV Todesfelde: Du Preez – Petzold (88. B. Möller), Koth, Lembke, Beyer – Zebold, Schumacher (70. S. Bruhn), Hein, Sixtus – Studt, Liebert (83. Kokot).