Norderstedt
Todesfelde

SV Todesfelde blamiert sich beim Husumer SV

Vom Höhenflug zur Bruchlandung in nur einer Woche – dieses „Kunststück“ ist den Fußballern des SV Todesfelde in der Schleswig-Holstein-Liga gelungen.

Todesfelde. Der SVT war erstmalig als Tabellenzweiter in einen Spieltag gestartet und hatte auswärts gegen die abstiegsbedrohte HusumerSV von der Konstellation her eine ausgezeichnete Möglichkeit, diesen Rang zu festigen. Aber weit gefehlt: Der Favorit blieb deutlich unter Normalform, hatte schließlich sogar noch Pech mit einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung und unterlag überraschend mit 1:2 (1:0).

„Das war’s jetzt erst einmal mit Platz zwei. Und ich gehe nicht davon aus, dass wir da wieder hinkommen“, sagte Trainer Sascha Sievers. Der Coach war stinksauer, und das gleich aus mehreren Gründen. So hatte Oliver Zebold zwar mit seinem 16. Saisontor das 1:0 vorgelegt, Todesfelde aber bis zur Pause wiederholt fahrlässig eine höhere Führung vergeben. Sievers: „Die Leistung wurde immer schlechter.“

Jorrit Bernoth leitete mit einem Ballverlust das 1:1 ein (49.) und wurde sofort danach ausgewechselt. Besserung trat trotzdem nicht ein. Einzige Ausnahme: Ein Pfostenschuss des eingewechselten Tim Niklas Jocham (62.).

Endgültig ruiniert war der Tag, als Keeper Timo Holst für ein Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah (83.). Für den SVT-Coach eine krasse Fehlentscheidung, die er primär Schiedsrichter-Assistent Philipp Michaelis (Comet Kiel) vorwarf. „Timo stand exakt auf der Strafraumlinie, definitiv nicht außerhalb.“ Dennis Studt stellte sich danach zwischen die Pfosten, war aber machtlos gegen das 2:1 von Marco Nagel (86.).

Tore: 0:1 Oliver Zebold (8.), 1:1 Sebastian Kiesbye (49.), 2:1 Marco Nagel (86.). Rote Karte: Timo Holst (SVT/83./Handspiel außerhalb des Strafraums). SVT: Holst – Haldau (34. Fröhlich), Petzold, Lembke, Hamann – Zebold (68. Piper), Schumacher, Testa, Lübcke – Studt, Bernoth (50. Jocham).