Norderstedt

Drittliga-Volleyballer verlieren Match und drei Spieler

Dass der Start in die Punktrunde der 3. Liga Nord für die Volleyballer des 1. VC Norderstedt nicht so reibungslos wie erhofft verlaufen würde, hat sich bereits beim holprigen 3:1-Auftaktsieg in Oststeinbek und der 1:3-Pleite beim VfL Pinneberg abgezeichnet.

Norderstedt. Die aktuelle 2:3 (23:25, 22:25, 25:22, 25:15, 10:15)-Auswärtsniederlage beim SV Warnemünde verhagelte den Norderstedtern nun jedoch endgültig die Laune.

Dabei nervte nicht allein die Tatsache, beim langjährigen Kontrahenten von der Ostsee, mit dem der VCN ein traditionell gutes Verhältnis pflegt, verloren zu haben. Vor allem die Art und Weise der Niederlage sorgte bei den VCN-Männern für Unmut und hat außerdem unangenehme Folgen: Im Punktspiel am 16. November, 19.30 Uhr, beim TKC Wriezen muss der Tabellenfünfte ohne seine gesperrten Mittelblocker Stefan Radtke und Steffen Trommeshauser sowie Diagonalangreifer Matthias Ahlf auskommen.

Grund für den personellen Aderlass sind die nach dem umkämpften Tiebreak geführten „Fachdiskussionen“ zwischen den VCN-Aktiven und dem Schiedsgericht. Der Tonfall der Wortwechsel war aus Spielersicht noch sachlich, wurde jedoch von den Referees aus dem Berliner Verband als beleidigend aufgefasst. Die Konsequenz: Dreimal die Gelb-Rote Karte, die eine Spielsperre nach sich zieht.

„Den Ärger hätten wir uns erspart, wenn wir nicht die ersten Sätze völlig verpennt hätten“, sagte Coach Sven Klieme, „im dritten und vierten Durchgang haben wir dann so gespielt, wie wir es uns von vornherein vorgenommen hatten.“ Doch wegen der Anlaufschwierigkeiten kam es zum dramatischen Tiebreak, der während der Partie mit zwei Roten Karten gegen Sebastian Meiser und Matthias Steffen Punktverluste für den VCN brachte und den Unmut der Gästespieler anwachsen ließ. Die Folgen sind bekannt...

Versöhnlich hingegen fiel das Fazit von Trainer Ulli Lampe nach der klaren 0:3 (18:25, 17:25, 16:25)-Heimniederlage der Regionalligafrauen des 1. VC Norderstedt gegen Tabellenführer 1. VC Parchim aus. Schließlich fehlte Stammzuspielerin Hannah Ziemer mit gebrochenem kleinen Finger. „Wir haben in allen Sätzen lange gut mitgehalten“, sagte Lampe, „Parchim hat sich jedesmal mit längeren Aufschlagserien abgesetzt und den Vorsprung anschließend routiniert verwaltet.“