Drittliga-Volleyballer verlieren Prestigeduell in Pinneberg

Der 1. VC Norderstedt zieht mit 1:3 Sätzen den Kürzeren

Norderstedt. So hatten sich die Drittliga-Volleyballer des 1. VC Norderstedt ihre zweite Partie der Punktrunde 2013/2014 nicht vorgestellt. Nach dem 3:1-Auftaktsieg beim Oststeinbeker SV wollte das Team des Trainerduos Sebastian Lemke und Sven Klieme eigentlich auch beim VfL Pinneberg gewinnen und so den Anspruch auf einen Platz in der oberen Tabellenregion untermauern.

In der Vorsaison sowie im aktuellen Finale um den Hamburger Pokal hatte es gegen den VfL nur Siege für die VCN-Männer gegeben. Doch nun kassierten die Norderstedter in der Halle an der Richard-Köhn-Straße eine 1:3 (25:23, 24:26, 19:25, 19:25)-Pleite. Damit ist Spitzenreiter TSGL Schöneiche die letzte ungeschlagene Mannschaft in der 3. Liga Nord.

Dabei hatte die Partie für die auf Rang vier abgerutschten Gäste nach Maß begonnen. Bis Mitte des ersten Satzes führten sie, ehe sich die Pinneberger allmählich in die Partie kämpften und beim 17:16 erstmals die Nase vorn hatten. Nach drei weiteren Führungswechseln fuhr der VCN dann aber doch den Auftaktsatz ein.

Die Weichen hätten nun auf Sieg stehen können; doch schon im ersten Durchgang zeichneten sich die Mängel ab, die sich anschließend wie ein roter Faden durch das gesamte Match ziehen sollten.

„Es ist ärgerlich, dass wir all die Elemente, die wir uns im Training gut erarbeitet haben, im Punktspiel plötzlich nicht abrufen können“, sagte Sven Klieme. „Als unser Hauptproblem hat sich herauskristallisiert, dass das Timing zwischen Zuspiel und Angriff noch nicht passt – ganz anders als in den Übungseinheiten.“

Weder Sebastian Meiser noch Jonas Wolff gelang es dauerhaft, die VCN-Angreifer optimal in Szene zu setzen. Gelegentlich suboptimale Annahmen trugen ihren Teil zu der schwachen Angriffsausbeute bei. Die Verunsicherung nahm zu, und im vierten Satz brachte selbst eine 12:6-Führung keine Ruhe ins VCN-Spiel. „Da hat es auch nicht geholfen, dass wir gut aufgeschlagen und so Druck erzeugt haben“, sagte Klieme.

Allerdings waren die Pinneberger an diesem Tag ein Gegner, der mit Druck bestens umgehen konnte. „Wir sind emotionaler als Norderstedt“, sagte VfL-Zuspieler Sebastian Rieck, „außerdem waren wir in der Annahme stabiler und hatten die besseren Außenangreifer.“