Norderstedt

Großes Sportfest im Stadtpark – mit Goldmedaillengewinnerin

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Lauf um den Stadtparksee beim Inklusiven Sportfest 2022 im Stadtpark Norderstedt.

Lauf um den Stadtparksee beim Inklusiven Sportfest 2022 im Stadtpark Norderstedt.

Foto: Rattenscharf Agentur/Buschbeck

Am 10. September veranstaltet die Lebenshilfe eine besondere Feier für alle. Was für Sportbegeisterte und Kinder geplant ist.

Norderstedt. 
  • Am Sonntag, 10. September, findet von 11 bis 17 Uhr das inklusive Sportfest im Stadtpark Norderstedt statt
  • Verschiedene Läufe um den Stadtparksee und Aktionen an der Promenade sind geplant.
  • Schirmherrin ist Paralympics-Sportlerin Edina Müller.

Sport verbindet Menschen verschiedener Länder, Religionen und Kulturen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Dieser Gedanke soll auch beim inklusiven Sportfest unter dem Motto „Sportiv – Inklusiv – Aktiv dabei sein“ am 10. September, von 11 bis 17 Uhr, im Norderstedter Stadtpark gelebt werden.

Die Lebenshilfe Norderstedt organisiert das Fest bereits zum siebten Mal und wird dabei wieder von der Aktion Mensch unterstützt. „Für uns als Lebenshilfe ist das ein ganz großes Ereignis. Wir empfinden eine große Dankbarkeit für Aktion Mensch, ohne sie wäre das nicht möglich“, sagt Wolfgang Sacher, Erster Vorsitzender.

Stadtpark Norderstedt: Inklusives Sportfest mit vielen Aktivitäten am See

Für diesen Tag ist ein umfangreiches Programm geplant: Zum einen wird es vier verschiedene Läufe geben. Das Kinderrennen startet um 12.30 Uhr und ist für die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von vier bis sechs Jahren gedacht. Sie legen eine Distanz von 400 Metern zurück.

Um 13 Uhr folgt der Inklusionslauf ab sieben Jahren. Sportbegeisterte absolvieren eine Strecke von eine bis drei Runden um den Stadtparksee. Eine Runde ist gut zwei Kilometer lang. Ab 14 Uhr sind diejenigen dran, die es etwas ruhiger angehen möchten: Beim Nordic-Walking-Lauf haben sie die Möglichkeit, eine oder zwei Runden um den See zu gehen.

Inklusion: Menschen mit und ohne Behinderung bilden ein Team

Und als Abschluss der sportlichen Wettbewerbe steht um 15 Uhr der Teamsprint an, bei dem ein Mensch mit und ein Mensch ohne Behinderung ein inklusives Team bilden und gemeinsam den Weg bewältigen. Am Ende erhält jeder Läufer im Ziel eine Medaille und ein T-Shirt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen waren bis zum 3. September möglich. Kurzentschlossene können sich aber auch vor Ort für einen der Läufe registrieren.

An der Promenade gibt es Spiel- und Bewegungsmeile

Auf der Promenade stellen sich verschiedene Institutionen wie die Inklusionsagentur, das Lebenshilfe-Werk oder die Stadtbücherei vor. Auf der Bühne gibt es Live-Musik, unter anderem hat die Norderstedter Inklusionsband Splash einen Auftritt. Auch Zumba zum Mitmachen ist geplant.

Außerdem wird es wieder eine Spiele- und Bewegungsmeile im Stadtpark geben. Kinder können insgesamt zehn verschiedene Aktionsstationen besuchen und sich dort jeweils ihre Spiele-Karte abstempeln lassen. Wer an allen zehn Stationen war und eine volle Karte nachweisen kann, gewinnt einen kleinen Preis. Außerdem erwartet sie eine Hüpfburg, ein Rollstuhl-Parcours sowie Kinderschminken.

Goldmedaillengewinnerin Edina Müller übernimmt Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für das inklusive Sportfest in Norderstedt übernimmt in diesem Jahr Paralympics-Siegerin Edina Müller. Die 40-Jährige, die in Hamburg lebt, gewann 2008 mit der deutschen Rollstuhlbasketballmannschaft die Silbermedaille bei den Paralympischen Spielen in Peking. 2012 holte sie Gold in London.

Zwei Jahre später suchte sich Müller eine neue sportliche Herausforderung: Sie wechselte zum Parakanu. Auch in dieser Sportart war sie so erfolgreich, dass sie 2016 in Rio de Janeiro Silber gewann und 2021 in Tokio Gold. Derzeit trainiert die Mutter eines Sohnes für die Paralympics, die 2024 in Paris stattfinden.

Müller ist es wichtig, Veranstaltungen wie das inklusive Sportfest im Stadtpark zu unterstützen. „Als Rollstuhlfahrerin und Mutter möchte ich meinem Kind mitgeben, wie wichtig der Sport für die Gemeinschaft ist. Ich möchte diesen Gedanken gern weitertragen“, sagt die Sportlerin.

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