Hobbygärtner

Wer macht mit bei der Aktion Offener Garten?

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Andreas Burgmayer
In ihrem grünen Paradies am Friedrichsgaber Weg: Hobby-Gärtnerin Maike Heinatz

In ihrem grünen Paradies am Friedrichsgaber Weg: Hobby-Gärtnerin Maike Heinatz

Foto: Andreas Burgmayer

Die schönsten Grünflächen des Landes präsentieren sich im Juni der Öffentlichkeit – neue grüne Refugien und Privatparadiese sind willkommen

Kreis Segeberg.  In den zurückliegenden zwei Jahren durfte sich glücklich schätzen, wer ein Stückchen Grün vor der Haustür hatte. Wenn man sich einen Ort aussuchen dürfte, an dem man einen mehrwöchigen Corona-Pandemie-Lockdown verbringen möchte, dann doch am ehesten in einem Haus mit einem großen, prächtig gestalteten Garten – in dem einem außer Mitgliedern des eigenen Haushaltes niemand begegnet.

Die Aktion Offener Garten Schleswig-Holstein hat allerdings ein komplett gegenteiliges Konzept. Sie möchte die schönsten privaten Gartenparadiese des Landes für möglichst viele Gartenfans erfahrbar machen. In diesem Jahr ist die Aktion für das dann hoffentlich post-pandemische Wochenende am 18. und. 19 Juni geplant. Und weil die Gartenbesitzerinnen und -besitzer in den vergangenen Monaten mutmaßlich so viel Gartenarbeit erledigt haben, wie noch nie zuvor, dürfte es viele private Refugien im Land geben die es Wert sind, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden.

Die Organisatorinnen des Offenen Gartens, darunter die Norderstedterin Maike Heinatz, sind deswegen auf der Suche nach neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Aktion. Gesucht seien Menschen, die es lieben, durch Gärten zu spazieren und deren Blütenpracht und Vielfalt zu genießen. Die immer auf der Suche sind nach Anregungen für den eigenen Garten und Spaß daran haben, sich mit anderen Gartenbesitzerinnen und -besitzern auszutauschen.

Dazu muss man wissen: Die Aktion Offener Garten ist kein Wettbewerb, und wer mit seinem Garten teilnehmen möchte, muss auch keine bestimmten Kriterien erfüllen. „Allerdings sollte der Garten in unserem Einzugsgebiet Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg liegen. Wir wünschen uns viele Gärten, die mit Herzblut angelegt sind und genug Seh- und Gesprächsstoff für eine gute halbe Stunde Besuchszeit bieten“, teilen die Organisatorinnen mit.

Wer vor einer Anmeldung für die Aktion unsicher ist, sendet einfach an das Team vom Offenen Garten zwei, drei Fotos. „Wir geben dann eine Einschätzung, ob eine Teilnahme Sinn ergibt. Nur Mut, viele unserer langjährigen Teilnehmer betonen immer wieder die Freude und die schönen Begegnungen, die sie bei der Aktion offener Garten haben. Daraus sind sogar schon Freundschaften entstanden.“

Kostenlos ist die ganze Sache nicht. Die Anmeldegebühr beträgt für private Gärten 35 Euro, Privatgärten plus zahlen 100 Euro und gewerbliche Anbieter 200 Euro. Dafür erhält man Plakate, um auf die Aktion aufmerksam zu machen, Pressetexte zur Veröffentlichung sowie Namensschilder für die Gartenbesitzer. „Außerdem veröffentlichen wir auf unserer Homepage alle Termine mit Gartenbeschreibungen und Fotos. Wir stehen gerne auch bei Fragen rund um den Offenen Garten zur Verfügung und nehmen Anregungen auf“, teilen die Organisatorinnen mit.

Die weit überwiegende Mehrzahl der Gartenbesitzerinnen und -besitzer würde der Aktion seit vielen Jahren die Treue halten. „Wir werten dies als Zeichen, dass nicht nur die Besucher, sondern auch die Aussteller viel Freude an der Teilnahme haben.“

Wer sich über das Feld der bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihrer Gärten informieren möchte, der findet unter www.offenergarten.de mehr als genug Anschauungsmaterial. Bilder- und textreich werden die Gärten dort erläutert – ein virtueller Rundgang durch grüne Paradiese.

Mitmachen bei der Aktion „Offener Garten 2022: Fragen beantwortet Ljiljana Ehler unter 04564/99 28 50 oder info@offenergarten.de. Anmeldeschluss für den Gartenführer ist der 31. Januar und für den Interneteintrag ist der 31. Mai.

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