Kreis Segeberg

Polizei löst Rechtsrock-Party im Segeberger Forst auf

Ein Fahrzeug der Polizei mit Blaulicht bei einem Einsat (Symbolbild).

Ein Fahrzeug der Polizei mit Blaulicht bei einem Einsat (Symbolbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt

Anwohner alarmierten die Polizei. Vor Ort wurden die Beamten alles andere als freundlich empfangen. Die Details.

Kreis Segeberg.  Ein Treffen von 30 bis 40 Personen, die mutmaßlich der rechtsextremen Szene angehören, hat am Wochenende für einen Großeinsatz der Polizei im Segeberger Forst gesorgt. Der Vorfall beschäftigt bereits die Staatsanwaltschaft Kiel, die wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch und des Verwendens verfassungswidriger Symbole ermittelt.

„Heil Hitler“-Rufe und Rechtsrock auf der Bühne

Wie Oberstaatsanwalt Henning Hadeler mitteilt, habe ein Zeuge gegen 21.15 Uhr die Polizei gerufen, weil ihm der Lärm und das Auftreten der Gruppe aufgefallen waren. „Es war eine private Geburtstagsfeier.“ Hier soll es zu „Heil Hitler“-Rufen gekommen sein. Auf einer Bühne wurde zudem Rechtsrock gespielt.

Eine erste Streife aus Bad Segeberg wurde vor Ort aggressiv mit Beleidigungen empfangen, sodass die Beamten Verstärkung aus Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Norderstedt anforderten. „Es wurde vereinzelt mit Flaschen in Richtung der Beamten geworfen“, sagt Henning Hadeler. Ob diese Würfe auch den Tatbestand versuchter gefährlicher Körperverletzung erfüllen, könne er noch nicht sagen. Die Versammlungsfläche war um 0.15 Uhr geräumt. „Es geht jetzt um die Frage, wer verantwortlich war, wer vor Ort organisiert hat.“

Die Polizei nahm zahlreiche Personalien auf, es kam allerdings nicht zu Verhaftungen. Untersucht wird nun auch, ob es sich bei der gespielten Musik um Songs handelt, die wegen ihrer Inhalte auf dem Index stehen. Ebenso wird es darum gehen, ob es in sozialen Medien Hinweise auf die Veranstaltung gibt.

( che )

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