Corona

Auch die Stadt Norderstedt setzt jetzt auf Luca-App

 Wer kein Smartphone besitzt, erhält bald Luca-Schlüsselanhänger.

Wer kein Smartphone besitzt, erhält bald Luca-Schlüsselanhänger.

Foto: Marcus Brandt / dpa

Von Montag an kommt die Corona-App in Norderstedter Einrichtungen wie den Stadtbüchereien zum Einsatz.

Norderstedt.  Im Kampf gegen Corona setzt die Stadt Norderstedt fortan auch auf die Luca-App. Als Instrument zur digitalen Nachverfolgung von Kontakten und in Abstimmung mit der Kreisverwaltung Segeberg wird die Luca-App von Montag, 26. April, an im Einwohnermeldeamt (EMA), in allen Filialen der Stadtbüchereien, im Norderstedter Gebrauchtwarenhaus Hempels (wenn die Inzidenz Öffnungen zulässt), bei politischen Sitzungen im Plenarsaal und auch im Standesamt zum Einsatz kommen.

Besitzerinnen und Besitzer von Smartphones, die sich die App kostenlos in App-Stores herunterladen können, müssen in Zukunft nicht mehr schriftlich ihre Kontaktdaten hinterlegen beziehungsweise hinterlegen lassen. Am Eingang der städtischen Einrichtungen wird vielmehr ein Code auf dem Smartphone eingescannt. Beim Verlassen werden die Besucherinnen und Besucher dann wieder digital ausgebucht und ihre Daten verschlüsselt gespeichert.

Persönliche Kontakte schnell nachvollziehen

Wird bei einer Person eine Corona-Infektion festgestellt, kann das Gesundheitsamt des Kreises dank der neuen App viel schneller alle Personen ermitteln, die sich zusammen mit dem oder der Angesteckten in einer städtischen Einrichtung aufgehalten hatten. Das spart Arbeitsaufwand und Zeit – auch aufseiten der Stadt und deren Einrichtungen.

„Persönliche Kontakte möglichst schnell und zweifelsfrei nachvollziehen zu können, das ist ein Baustein für ein funktionierendes System zur Bekämpfung einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie“, sagt Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. „Der Einsatz der Luca-App ist ein Instrument, das es ermöglicht, wenn die Corona-Zahlen es zulassen, das öffentliche Leben wieder vorsichtig hochzufahren“, betont die Verwaltungschefin.

Menschen, die kein Smartphone haben beziehungsweise die Luca-App nicht nutzen wollen, können ihre Kontaktdaten an den genannten Stellen weiterhin schriftlich hinterlegen. Für Nicht-Smart-Phone-Besitzer gibt es demnächst Schlüsselanhänger, die die Registrierungs-Funktion übernehmen.

( HA )

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