Norderstedt

Bronzestatue „Bürger im Park“ ist wieder komplett

Sie freuen sich, dass die Skulptur „Die Bürger im Park“ wieder komplett ist: Mirach Ole Fihlon vom Betriebsamt der Stadt Norderstedt (links) und Dieter Powitz, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur.

Sie freuen sich, dass die Skulptur „Die Bürger im Park“ wieder komplett ist: Mirach Ole Fihlon vom Betriebsamt der Stadt Norderstedt (links) und Dieter Powitz, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur.

Foto: Frank Schulze / Schulze

Skulptur des Bildhauers Hans Joachim Frielinghaus musste repariert werden und wurde nun wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Norderstedt.  Im Astrid-Lindgren-Park an der Rathausallee ist die bei den Norderstedter Bürgerinnen und Bürgern beliebte Bronzestatue „Bürger im Park“ des Künstlers Hans Joachim Frielinghaus wieder komplett. Vor gut einem Jahr musste der Regenschirm der Statue abgebaut werden, weil das Standrohr am Sockel gebrochen war.

Die „Bürger im Park“ hatte der Designer und Bildhauer Frielinghaus (Jahrgang 1937) 1985 geschaffen; die Statue war damals ein Geschenk mehrerer Wohnungsbaugesellschaften an die noch junge Stadt Norderstedt. 97.500 ließen sich die Unternehmen ihr Geschenk vor 35 Jahren kosten.

Die freundlich anmutende Skulptur wird von der Bewegung dreier Personen dominiert: Eine Frau und zwei junge Kinder umkreisen auf einer gepflasterten Erhöhung einen metallenen Sonnenschirm. Die drei Figuren blicken sich nicht direkt an, sondern wirken, als seien sie – die Arme zueinander ausgestreckt – im gemeinsamen Spiel vertieft.

Den tonnenschweren Schirm zu sichern, war keine leichte Angelegenheit, wie Mirach Ole Fihlon, Fachingenieur beim Betriebsamt, betonte. Und auch die aufwendigen Bronze-Schweißarbeiten waren etwas für echte Profis. Um der bronzenen Mutter mit ihren Kindern für die nächsten Jahrzehnte den richtigen Halt zu geben, mussten nicht nur eine verstärkende Bodenhülse und ein Verstärkungsrohr montiert werden, sondern zwei der Figuren auch mit dem Schirm fest verbunden werden.

Bildhauer Frielinghaus freut sich über die Reparatur

Diesen – notwendigen – Eingriff in das künstlerische Werk ließ sich die Stadt vom Künstler persönlich absegnen. „Herr Frielinghaus hat sich sehr gefreut, dass sich die Stadt so um sein Kunstwerk kümmert. Außerdem fand er es gut, dass auch das Moos auf dem Schirm entfernt wurde“, sagte Dieter Powitz, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur der Stadt, bei der offiziellen „Wiederinbetriebnahme“ des Kunstwerkes am Mittwoch.

Powitz, der erst Anfang des Jahres seinen Posten bei der Stadt angetreten hat, freut sich, dass die Skulptur nun wieder für die Menschen zur Verfügung steht: „Für uns als Stadt ist es wichtig, dass Kunst auch im öffentlichen Raum stattfindet. Kunst inspiriert, regt zum Dialog und Sinnieren ein und ist ein Stück Lebensqualität.“ Im Übrigen empfinde er es als eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Stadt um ein Geschenk kümmert. Etwa 5000 Euro hat die Reparatur gekostet.

Neben der Skulptur „Bürger im Park“ stammt auch der Reptilienbrunnen in Norderstedt-Mitte in der Nähe des Busbahnhofes von Frielinghaus. Der Bildhauer hat zudem in Hamburg mehrere bekannte Skulpturen geschaffen; unter anderem sind seine Werke an der Uni Hamburg, bei der Staats- und Universitätsbibliothek und am Frieda-Ehre-Platz an der Mönckebergstraße und in Eppendorf zu finden.

Insgesamt gibt es in der Stadt Norderstedt nach Powitz’ Angaben etwa 50 Skulpturen verschiedener Künstler, allerdings habe man zurzeit keinen genauen Überblick, wie viele Kunstwerke es genau sind: „Im Vergleich zu anderen Städten sind es auf jeden Fall recht viele“, betonte der Kulturamtsleiter.

Dass Skulpturen repariert werden müssen, kommt nicht allzu häufig vor, und es gibt auch keine regelmäßige spezielle Begehung der im öffentlichen Raum aufgestellten Kunstwerke. Aber die Mitarbeiter des Betriebsamtes, die die öffentlichen Parks pflegten, hätten auch immer ein Auge auf die Kunst, wie Fachingenieur Fihlon versichert. Dieter Powitz lobt, dass sich die Norderstedter ganz offensichtlich für „ihre“ Kunstwerke verantwortlich fühlen und eventuelle Schäden der Stadt melden.