Norderstedt. Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht hat ein Ladesäulen-Förderprogramm für den schnellen Ausbau der E-Mobilität im Land aufgelegt. „Wir wollen und müssen bei der Mobilitätswende jetzt den nächsten Schritt gehen“, sagt Albrecht. „Die notwendigen Einsparungen bei den Treibhausgasen sind nur zu erreichen, wenn wir alle Fahrzeuge auf erneuerbare Energien umstellen. Der E-Mobilität kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.“
Das mit 18 Millionen Euro ausgestattete Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, Initiativen und kommunale Behörden, die Ladestationen für E-Autos installieren wollen. Über Normal- und Schnellladestationen hinaus sollen insbesondere Busbetriebshöfe bei der Umstellung auf e-Busbetrieb finanziell unterstützt werden. „Wir haben in Schleswig-Holstein derzeit etwa 1000 Ladesäulen. Gemessen an der Bevölkerungszahl sind wir damit bundesweit zwar auf Platz drei, aber mit dieser Infrastruktur werden wir die Energie- und Mobilitätswende nicht managen. Unser Ziel ist es, mit Hilfe des neuen Programms landesweit mindestens 1500 zusätzliche Ladesäulen zu schaffen“, sagte Albrecht.
Für die Ladesäulen-Infrastruktur in Norderstedt sorgen in Norderstedt die Stadtwerke. Überall im Stadtgebiet stellt der städtische Energieversorger die Ladesäulen auf, die über je zwei Ladepunkte und eine maximale Leistung von 22 KW verfügen. Etwa 25 Säulen mit 50 Ladepunkten gibt es in der Stadt. Eine Dimension, die Stadtwerke-Sprecher Oliver Weiß im Abendblatt Ende 2018 als ausreichend für den derzeitigen Markt bezeichnete. Es bleibt abzuwarten, ob das Förderprogramm des Landes der E-Mobilität einen Schub geben und für den weiteren Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur sorgen wird.
Das Förderprogramm wird über die Wirtschaftsförderung- und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) abgewickelt. Anträge zur Förderung der Ladesäulen können ab sofort online bei der WTSH gestellt werden. Der Ablauf der Förderung wird vereinfacht. Je nach Anzahl der Ladepunkte, die ein Unternehmen errichten möchte, kann eine pauschale Förderung beantragt werden. Nach vollständiger Antragstellung kann mit der Errichtung der Ladepunkte sofort begonnen werden.
„Dies ist das erste Förderprogramm bei der WTSH, das wir in einem digitalen Prozess abwickeln werden. Mit Online-Antragsstellung bieten wir unseren Kunden eine deutliche Vereinfachung “, so Andreas Fischer, Leiter der Abteilung Innovationsförderung bei der WTSH.
Informationen zum Förderprogramm und der Antragstellung gibt es hier: wtsh.de/foerderberatung/foerderprogramme/foerderprogramm-ladeinfrastruktur-emobilitaet/
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