Norderstedt

Politik fordert Ausbau des Tarpenbekweges

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Andreas Burgmayer
Martina Schenkewitz (SPD) und Timo B. Kranz (Grüne) am Tor, das in der Straße Tarpen den Weg am Bachufer versperrt.

Martina Schenkewitz (SPD) und Timo B. Kranz (Grüne) am Tor, das in der Straße Tarpen den Weg am Bachufer versperrt.

Foto: Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord

Die Bezirksversammlung Nord will, dass der seit Anfang 2020 gesperrte Weg für Fußgänger, Radler und Arbeiter verkehrssicher wird.

Norderstedt/Langenhorn.  In die seit Jahren schwelende Diskussion um den gesperrten Weg entlang der Tarpenbek kommt jetzt endlich richtig Bewegung. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterstützt einstimmig einen Antrag der Grünen und der SPD, der den verkehrssicheren Ausbau der ursprünglich lediglich als Arbeits- und Schauweg angelegten Verbindung zwischen Norderstedt und Langenhorn fordert.

Seit Jahrzehnten wird der Weg als Wanderweg im Grünen genutzt, aber auch als Nord-Süd-Verbindung von Fahrradfahrern geschätzt. 2015, nachdem eine Radfahrerin einen Sturz bei den Behörden angezeigt und eine Ausbesserung des Weges gefordert hatte, wurde der Weg zum ersten Mal aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit geschlossen, später aber auf Bestreben der Bezirkspolitik wieder provisorisch freigegeben. Der Weg war dann lange zur „Benutzung auf eigene Gefahr” gekennzeichnet. Anfang 2020 wurde der Weg unter Einsatz massiver Metallzäune erneut komplett gesperrt. Martina Schenkewitz, Langenhorner SPD-Abgeordnete in der Bezirksversammlung: „Ich setzte mich seit Jahren für die Öffnung des Wanderweges an der Tarpenbek ein. Dass der Weg jetzt komplett gesperrt wurde, ist für mich nicht akzeptabel und für die Allgemeinheit nicht nachvollziehbar.“ Verkehrssicherheit sei ja in diesem Fall nicht nur für die Fußgänger und Radfahrer auf dem Weg wichtig, sondern auch für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, die sich um die Tarpenbek kümmern. Der aktuelle Zustand ist vor dem Hintergrund des Arbeitsschutzes kritisch zu sehen. „Es ist dringend an der Zeit, hier eine endgültige Lösung zu finden und den Weg für alle sicher herzustellen, damit dieses Hin und Her ein Ende hat!“

Auch Timo B. Kranz, Vorsitzender der Grünen-Fraktion in der Bezirksversammlung, geht als Langenhorner gerne an der Tarpenbek spazieren. „Hamburg ist für mich gerade wegen der vielen grünen Orte innerhalb der Stadt ein so schöner Platz zum Leben. Umso mehr ärgert es mich, dass ein Weg auf öffentlichem Grund, der prima zum Wandern geeignet wäre, mit Zäunen abgesperrt werden muss, weil er nicht verkehrssicher ist.“ Deshalb fordern die Grünen und die SPD, dass der Weg zwischen der Straße Tarpen, auf der Landesgrenze zwischen Norderstedt und Hamburg, bis zum Suckweg im Süden von Langenhorn saniert wird. Der Weg werde vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) verwaltet. „Mit unserem Beschluss laden wir den LIG außerdem in den zuständigen Regionalausschuss ein. Dadurch stellen wir eine frühzeitige Information über die Planungen sicher“, sagt Kranz.

In dem Gremium soll der LIG die möglichen Kosten beziffern und eine erste Planung vorlegen. Der Weg entlang der Tarpenbek führt über verschiedene Grundstücke, welche zwar alle in der Hand der Stadt Hamburg sind, sich jedoch in unterschiedlichen Verwaltungsvermögen und damit Zuständigkeiten befinden. Unter den Eigentümern brauche es nun eine schnelle Abstimmung.

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