Rätsel

Ein Mann, der die Menschen zum Schreien brachte

| Lesedauer: 2 Minuten
Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem Denksport-Rätsel suchen wir heute den Namen eines Genies der Filmgeschichte.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt und die Kumpels am Stammtisch in der Kneipe können Sie auch noch nicht treffen. Was tun? Versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!

Die Hand reißt den Duschvorhang beiseite. Ein nackter Rücken. Das Messer blitzt. Ein Schrei und der grauenvolle Anblick dunkler Flüssigkeit, die sich im Abfluss der Duschkabine mit Wasser vermischt. Das Publikum presst sich entsetzt ins Kinogestühl, obwohl es eigentlich weder Täter, Opfer noch den exakten Mord genau erkennen kann: Die 45 Sekunden lange Filmsequenz, bestehend aus 78 verschiedenen Kameraeinstellungen, gibt nur Details preis. Jeder Zuschauer formt aus den Bruchstücken seinen privaten Horror - die perfekte Manipulation. „Worauf es mir ankam“, gab der Regisseur unumwunden zu, „war, das Publikum zum Schreien zu bringen.“

Der 1899 als Sohn eines Gemüsehändlers geborene Gruselmeister durchlief eine strenge Schulzeit im Jesuitenkolleg. „Die Jesuiten erschreckten mich immer zu Tode, und nun revanchiere ich mich, indem ich anderen Leuten einen Schrecken einjage.“ Verbrechen faszinierten ihn. Der junge Mann besuchte regelmäßig einschlägige Prozesse im wohl bekanntesten Gerichtshof der Welt. Das Gebäude steht auf dem Platz, auf dem sich schon im 12. Jahrhundert ein berüchtigtes Gefängnis befand. Noch heute betreten hier die Richter an den jeweils ersten beiden Tagen einer Sitzungsperiode den Saal mit Blumensträußen und man verstreut Duftkräuter - Reminiszenz an Zeiten unerfreulicher Gefängnisluft. Die Atmosphäre der Heimatstadt mag den Regisseur für sein Genre prädestiniert haben. Wenn die weltberühmte Glockenmelodie vom Parlamentsgebäude aus Mitternacht einläutet und wallende Nebel düstere Docks verhüllen, liegt Mord fast zwangsläufig in der Luft. Im Zwielicht schummriger Straßenbeleuchtung kann man sich nicht sicher fühlen. Auch nicht in Kinofilmen, deren Regisseur die Devise vertritt, „dass nicht alle Schurken schwarz sind und nicht alle Helden weiß.“

Wie fast alle Filmgenies arbeitete der Regisseur schließlich in Hollywood, wo die meisten seiner größten Erfolge entstanden. In den letzten Lebensjahren, er starb 1980, erhielt er viele Auszeichnungen - sogar einen Adelstitel. Anlässlich einer Ehrung verabschiedete er sich vom Publikum: „Man erzählt mir, dass jede Minute ein Mord begangen wird, deshalb möchte ich Ihre Zeit nicht vergeuden.“

Wie hieß der gewichtige Regisseur und in welcher Stadt wuchs er auf?

Die Antwort lesen sie am Montag im Abendblatt. Am Freitag suchten wir einen Regneten: Es war Friedrich II., , sein Refugium hieß Potsdam.

( jasch )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt