Rätsel

Wer war der Mann, der mit Hemingway boxte?

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im heutigen Denksport-Rätsel suchen wir einen bekannten surrealistischen Maler.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, die wöchentliche Gymnastikstunde im Sportverein auch, die Museen sind dicht, und die Kumpels vom Stammtisch können Sie auch nicht mehr treffen. Was tun? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!


In der Stadt ist man stolz darauf, Kapitale einer Region mit eigener Kultur zu sein, in der sogar eine andere Sprache gesprochen wird als im Rest des Landes. Seit 1939 hatte ein zentralistisches Regime die Ausübung dieser Sprache unterdrückt, aber nach dem Tod des Diktators 1975 erlebte sie ihre Renaissance. Zeitungen, Radio- und TV-Stationen verbreiten ihre Botschaften im Lokalvokabular. Plätze, Straßen und Sehenswürdigkeiten erhielten angestammte Bezeichnungen zurück.

„Barri Gòtic“, Gotisches Viertel, nennen die Einheimischen ihren mittelalterlichen Stadtteil in Hafennähe. Im Gassengewirr dieses Viertels befand sich der kleine Laden eines Uhrmachers, dessen 1893 geborener Sohn zum Leidwesen des Vaters die spätere Geschäftsübernahme ablehnte. Künstler wollte der Filius werden. Er bat einen Freund, ihm die Grundlagen der Steinbildhauerei beizubringen. Die Grundlagen seien ein Hammer, ein Meißel und ein Steinblock, erklärte der Freund: „Du haust alles weg, was du nicht brauchst.“ Als der Lehrmeister seinen Schüler wieder besuchte, war der reif für die Klinik – er hatte den Stein auf seine Knie statt auf einen Bock gestellt und sie sich blutig geschlagen.

Die Malerei bot ein risikoärmeres Betätigungsfeld. Der junge Mann ging 1919 nach Paris, malte das Bild „Die Farm“ und versuchte, es zu verkaufen, bis ihm ein Kunsthändler ernsthaft empfahl, das Riesengemälde in kleine Stücke zu schneiden, da die meisten Wohnungen wegen der teuren Mieten viel zu klein für ein so großes Werk seien. Schließlich kaufte Ernest Hemingway das Bild. Mit dem Schriftsteller traf sich der Maler zum Boxtraining: „Es sah ziemlich komisch aus, denn ich reichte ihm bis zum Bauchnabel“ – was allerdings untertrieben ist. Der Maler schloss sich den Surrealisten an, die seiner Meinung nach die Arbeit nicht so ernst nahmen und ihm daher sympathisch waren. Werke mit gediegenen Titeln wie „Sterne inmitten der Geschlechtsteile einer Schnecke“ begründeten den Ruhm des Künstlers.

90-jährig starb er im Jahr 1983. Das Grab befindet sich in seiner Geburtsstadt, die Werke des Künstlers in einer nach ihm benannten Sammlung bewahrt. Das Museum liegt auf dem Berg in Hafennähe, dessen Gipfel man per Seilbahn erreicht.


Wie hieß der Künstler, dessen Oevre sogar die Fremdenverkehrswerbung seines Landes ziert? Und wie heißt seine Geburtsstadt, die sich noch vor wenigen Jahren im olympischen Fieber befand?

Die Antwort steht am Dienstag im Hamburger Abendblatt. In der Wochenendausgabe suchten wir nach einer sehr erfolgreichen Schriftstellerin. Es ist Margaret Mitchell, die „Vom Winde verweht“ schrieb. Die Autorin kam im Jahr 1900 in Atlanta zur Welt, wo sie 1949 auch gestorben ist.

( jasch )

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