Norderstedt
Kreis Segeberg

Förderverein der Jugendwehr sucht Vorstandsmitglieder

Thomas Ehrler (l.) vom Förderverein überreicht Leon Neshat (M.), der in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Glashütte wechselt, und Kjell Listing, der ab sofort die Ortswehr Harksheide verstärkt, ein Abschiedsgeschenk.

Thomas Ehrler (l.) vom Förderverein überreicht Leon Neshat (M.), der in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Glashütte wechselt, und Kjell Listing, der ab sofort die Ortswehr Harksheide verstärkt, ein Abschiedsgeschenk.

Foto: Florian Büh

Der Verein steht kurz vor der Auflösung, weil der Vorstand zur nächsten Wahl zurücktreten will. Viel Lob für das ehrenamtliche Engagement.

Norderstedt.  Die Jugendfeuerwehr (JF) Norderstedt kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, und doch gibt es auch schlechte Nachrichten, denn der Förderverein der JF scheint kurz vor der Auflösung zu stehen. Das Engagement der Fördervereins-Mitglieder, die aus den Reihen der Eltern, von Firmen und auch aus der Feuerwehr kommen, ist zweifellos ausbaufähig, wie während der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrtechnischen Zentrum an der Stormarnstraße deutlich wurde.

Das Problem: Das Gründungsmitglied des Fördervereins, Andreas Vogel, hat den Vorstand bereits vor einiger Zeit verlassen. Thomas Ehrler, Zweiter Vorsitzender, gibt sein Amt zur nächsten Wahl ab. Ebenso die kommissarisch eingesetzte Vorsitzende Michaela Pohlmann und Erwin Wessel, der den Verein als Kassen- und Schriftwart unterstützt. „Nun müssen auch einmal andere ran“, hatte Ehrler bereits im vergangenen Jahr gesagt. „Sollten sich keine neuen Vorstandsmitglieder finden, so bleibt uns nur die Option, den Förderverein aufzulösen“. Dies wolle er aber eigentlich gar nicht: „Richtig ist, dass wir neue Vorstandsmitglieder suchen, damit der Förderverein bestehen bleibt“, sagte Thomas Ehrler. Auch Sabine Laubner hofft, dass der Verein ein Bestandteil der JF bleibt: „Der Verein hat uns viel ermöglicht“, sagte die ehrenamtliche Jugendwartin.

Norderstedts Stadtwehrführer Fabian Wachtel hob in seiner Rede die Bedeutung der Jugendfeuerwehr hervor: „Ihr seid ein gewichtiger Teil der Stadtfeuerwehr.“ Wachtel stellte klar, dass ihm angesichts der erfolgreichen Nachwuchsarbeit nicht bange sei, dass die Feuerwehr in Norderstedt „morgen genauso leistungsfähig ist wie heute schon“.

Nico Reinhardt, der bei der turnusmäßigen Wahl von Charlize-Alizée Bade als Jugendgruppenleiter abgelöst wurde, berichtete den Anwesenden von zahlreichen Erlebnissen und Ausflügen der Jugendlichen im vergangenen Jahr.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder fand viele lobende Worte für das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen – so etwas mache sich auch bei Bewerbungen sehr gut, betonte sie. Und Petra Müller-Schönemann, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, bekräftigte, dass die Jugendfeuerwehr ein großer und toller Partner sei: „Sie vermitteln Werte, die teilweise in der Gesellschaft verschüttgegangen sind.“