Norderstedt

Jugendliche fordern bessere Takte im Busverkehr

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Kinder und Jugendliche der Stadt Norderstedt fordern eine bessere Taktung im Busverkehr.

Kinder und Jugendliche der Stadt Norderstedt fordern eine bessere Taktung im Busverkehr.

Foto: Lutz Kastendieck

Der Kinder- und Jugendbeirat beantragte die Prüfung einer Taktverdichtung. Initiative kam von Schülern eines 10. und 11. Jahrgangs.

Norderstedt. Die Kinder und Jugendlichen der Stadt Norderstedt fordern die Politik dazu auf, den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt attraktiver zu machen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr beantragt der Kinder- und Jugendbeirat Norderstedt die Prüfung einer Taktverdichtung im Linienbus-Netz der Stadt. Sie soll immer dort erfolgen, wo sie „sinnvoll und notwendig“ sei.

Die Initiative der jungen Bürger in der Stadt kam von Schülern des 10. und 11. Jahrgangs des Lise-Meitner-Gymnasiums. Diese hatten sich beim Planspiel Kommunalpolitik mit dem Verkehr in der Stadt beschäftigt. Ergebnis der Beratungen: Die Stadtteile seien sehr schlecht miteinander vernetzt. „Der Zeitaufwand, um von einem zum anderen Ort zu gelangen, ist erheblich größer als mit dem eigenen Privatfahrzeug“, heißt es im Antrag. „Ein Beispiel ist das Bowlingcenter Norderstedt, welches vom Glashütter Markt nur durch mehrfaches Umsteigen erreichbar ist.“ Mit dem Bus dauere die Fahrt 30 bis 40 Minuten, mit dem Auto keine zehn Minuten. Außerdem sei die Taktfrequenz auf der viel genutzten Linie 7550 zwischen Norderstedt und Bad Segeberg viel zu niedrig.

Aussicht auf Erfolg des Antrags eher gering

Die Aussicht auf einen Erfolg des Antrages scheint jedoch gering. Anträge auf Taktverdichtung wurden in der Vergangenheit stets verworfen. Grundsätzlich entscheidet die Kreisverwaltung in Bad Segeberg über die Bustakte. Dort denkt niemand über eine Verdichtung in Norderstedt nach. Der Bus- und Bahn-ÖPNV in der Stadt Norderstedt weise einen Erschließungsgrad von etwa 90 Prozent auf. Der Kreis bezahle für das Busangebot in Norderstedt 4,5 Millionen Euro im Jahr. Die Einnahmen durch Fahrpreise deckten die Kosten für den ÖPNV im Kreis nur zur Hälfte.

Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, Do, 16.1, 18.15, Sitzungssaal 1 des Rathauses.

( abm )

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