Norderstedt
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Unfall: Ermittlungen gegen Kunststofffirma

Vor einer Ölsperre sammelten sich die Kunststoffflocken.

Vor einer Ölsperre sammelten sich die Kunststoffflocken.

Foto: Büh, Florian (www.RTVP.de)

Große Mengen Kunststoff traten aus Leitung aus und bedeckten Regenrückhaltebecken. Auch Gullys und Abwasserleitungen verunreinigt.

Norderstedt.  Bei einem Betriebsunfall in einem Norderstedter Unternehmen sind am Mittwochnachmittag große Mengen Kunststoff ausgetreten. Die milchig-flockige Flüssigkeit bedeckte auf einer Fläche von 200 Quadratmetern ein Regenrückhaltebecken an der Müllerstraße und verunreinigte im Stadtteil Glashütte Gullys und Abwasserleitungen.

Untersuchungen der Norderstedter Polizei ergaben, dass der Stoff vermutlich aus einer Leitung der Firma Polycomp austrat, die sich an der Robert-Koch-Straße befindet und Kunststoffe produziert. Offenbar war die Substanz über eine Kühlwasserleitung ausgetreten und in das Gewässer gelangt. Eine Schnelluntersuchung im Auftrag der Polizei ergab, dass der Stoff ungiftig ist. Daraufhin rückte die Feuerwehr von der Einsatzstelle ab, das Betriebsamt der Stadt übernahm die Reinigungsarbeiten.

Nach Angaben der Polizei konnten Polycomp-Mitarbeiter den weiteren Austritt des Stoffes stoppen. Jetzt ermitteln Beamte des Reviers wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.

Polycomp war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.