Norderstedt
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Jeder Mensch hat Geschichten zu erzählen

Der Leserbeirat:  Doris Metschulat (hinten v. l.), Jens Becker, Astrid Reining,  Jutta Rieper, Jens Blohm, Astrid Schwalbach, Frank Schulze (Abendblatt) und Udo Weber (vorne). Nicht auf dem Bild ist Wolfgang Sievers

Der Leserbeirat: Doris Metschulat (hinten v. l.), Jens Becker, Astrid Reining, Jutta Rieper, Jens Blohm, Astrid Schwalbach, Frank Schulze (Abendblatt) und Udo Weber (vorne). Nicht auf dem Bild ist Wolfgang Sievers

Foto: hspbj / HA

Der Leserbeirat tagte wieder in den Redaktionsräumen des Hamburger Abendblatts an der Rathausallee und trug viele Ideen zusammen.

Norderstedt.  Während sich manch einer fragt, welche Funktion ein Leserbeirat überhaupt habe, fragen sich andere, was ein Leserbeirat überhaupt sei. Die Antwort auf beide Fragen ist dabei recht simpel. Bestehend aus acht Lesern des Hamburger Abendblatts, kommt der Beirat jedes Quartal zusammen, um frei heraus Kritik, Anregungen und manchmal auch ein bisschen Lob an die Redaktion auszusprechen.

Treffpunkt ist dabei die Redaktion an der Rathausallee in Norderstedt-Mitte. Hier können die Mitglieder des Leserbeirats ganz offen über ihr Leid klagen, über die Missstände in der Region aufmerksam machen oder einfach nur anmerken, was eigentlich zukünftig öfter in ihrer Zeitung stehen sollte.

Wichtig ist dem Leserbeirat natürlich alles rund um Norderstedt und die Region, wobei Themen wie Verkehr und Stadtentwicklung besonders wichtig erscheinen. Ganz konkret störte sich diesmal Astrid Schwalbach über die Sanierung der Harksheider Straße. „Wie kann es sein, dass eine gut erhaltende Straße saniert wird, wenn an anderen Straßen, die eher Flickenteppichen gleichen und mehr aus Schlaglöchern als aus Fahrbahn bestehen, schon seit Jahren nichts passiert. Steckt da etwa das Unternehmen Eggers, das dort seinen Sitz hat, dahinter“, wird da auffordernd gefragt.

Auch mehr Geschichten werden gefordert. Dabei interessieren Astrid Reining besonders Personen. Sie wünscht sich mehr Informationen über unsere Bundes- und Landtagsabgeordneten. Aber auch ganz „normale“ Menschen näher vorzustellen, stellt sie sich interessant vor. „Jeder Mensch hat doch etwas Spannendes zu berichten.“

Heiß diskutiert wurde auch der Lokalsport, an dem sich schon seit jeher die Geister scheiden. Für die einen sehr wichtig, für andere nur Beilage. Helfen könnten hier andere Konzepte. Außergewöhnliche Sportarten vorzustellen, packende Einzelschicksale zu beleuchten oder die Praktikanten im Selbstversuch rumexperimentieren zu lassen, wären doch gute Ansätze. Besonders interessant der Vorschlag, mal einfach die größten „Loser“ vorzustellen. Mannschaften, die konsequent verlieren, ans Aufgeben aber nicht einen Gedanken verschwenden.

Viele Ideen wurden wieder zusammengetragen, derer sich die Redaktion in den nächsten Wochen annehmen wird. Aber auch die eine oder andere melancholische Nachricht wurde an diesem Abend verkündet. Um auch anderen Lesern die Möglichkeit zu geben, im Beirat mitzuwirken, soll vom Sommer an die aktuelle Besetzung nach und nach ausgewechselt werden.