Norderstedt
Kultur

Gleich zwei Ballett-Klassiker in Norderstedt

Eleganter Spitzentanz und waghalsige Sprünge dominieren das Hochleistungs-Ballett „Nussknacker“

Eleganter Spitzentanz und waghalsige Sprünge dominieren das Hochleistungs-Ballett „Nussknacker“

Foto: Klassik Konzert Dresden

„Schwanensee“ und „Nussknacker“ zeigt das russische Ballett-Festival Moskau am Donnerstag, 21. Dezember, in der „TriBühne“.

Norderstedt.  Die russischen Ballettklassiker „Schwanensee“ und „Nussknacker“ nach den Ballett-Kompositionen von Peter Tschaikowsky bestimmen seit Jahrzehnten die weihnachtlichen Bühnenprogramme. Wer die klassisch-russischen Choreographien mit ihren weiten, hohen Sprüngen, waghalsigen Spitzen-Tänzen und -Pirouetten, mit weißen und schwarzen Tutus liebt und den traumhaften Choreographien des Hamburger Ballett-Intendanten John Neumeier vorzieht, ist beim russischen Ballett-Festival Moskau am Donnerstag, 21. Dezember, in der „TriBühne“ richtig, zumal das Ballett-Festival die Höhepunkte beider Klassiker in einer Aufführung zeigt.

Die Geschichte „Nussknacker und Mausekönig“ schrieb E.T.A. Hoffmann. Tschaikowsky hat allerdings die Version des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas vertont. Die erste Choreografie, nach der sich das klassisch-russische Ballett bis heute größtenteils richtet, schrieb Lew Iwanow. Die Uraufführung war am 18. Dezember 1892 im Marjinsky-Theater in St. Petersburg.

Im Mittelpunkt des Balletts mit nur zwei Akten nach der Ouvertüre steht Clara, auch Mascha genannt. Ihr Patenonkel schenkt ihr zu Weihnachten einen Nussknacker, der sich in ihren Träumen verselbstständigt, ein Heer Spielsoldaten anführt und gegen den Mäusekönig kämpft. Clara hilft ihm, er verwandelt sich in einen schönen Prinzen, und sie reisen ins Land der Zuckerfee.

Das vieraktige Ballett „Schwanensee“, Choreografie ebenfalls von Lew Iwanow, gehört auch zu den berühmtesten Balletten alter russischer Schule. Insbesondere die vier weißen kleinen Schwäne begeistern immer wieder durch exakten Tanz, scheinbare Schwerelosigkeit und Grazie, sind aber im Laufe der Zeit auch zahlreichen Parodien ausgesetzt gewesen. Zudem hat die Geschichte mehrfache Umdeutungen erfahren.

In „Schwanensee“ vertauscht Zauberer Rotbart, der Königin Odette in ein Schwanenmädchen verwandelt, gegen die schwarze Prinzessin Odile aus dem Schattenreich, um Prinz Siegfried ins Verderben zu stürzen. Beide Ballette haben verschiedene Fassungen erhalten. Mal stirbt Siegfried, mal stirbt Odette, mal beide, dann wieder überlebt das königliche Paar.

Ballett-Festival Donnerstag, 21. Dezember, 19.30 Uhr, „TriBühne“, Rathausallee 50. Karten zwischen 35 und 39 Euro gibt es im Vorverkauf, unter 040/30 98 71 23, unter www.tribuehne.de und an der Abendkasse.