Norderstedt
Freizeit

Im Stadtpark geht es ganz mühelos hoch hinaus

Betreiber Sascha Franck beim Aufstieg in den Hochseilgarten im Norderstedter Stadtpark

Betreiber Sascha Franck beim Aufstieg in den Hochseilgarten im Norderstedter Stadtpark

Foto: Andreas Burgmayer / HA

Im Norderstedter Hochseilgarten werden jetzt lästige Wartezeiten mit einem neuen System vermieden

Norderstedt.  Es gab immer wieder diese Tage im Hochseilgarten im Stadtpark Norderstedt – am Wochenende bei gutem Wetter etwa: Dann lief die Anlage auf Hochtouren, und die Kletterbegeisterten konnten nicht schnell genug in den Parcours in luftiger Höhe kommen. „Da wurde der Aufstieg zum Nadelöhr. Es bildeten sich lange Schlangen und die Gäste waren genervt“, sagt Sascha Franck, einer der beiden Betreiber der Anlage.

Das ist jetzt Vergangenheit. Franck hat ein neues System an der Strickleiter montiert. Ständiges und zeitintensives Umsetzen der Sicherungskarabiner ist beim Einstieg in die Anlage nicht mehr nötig. Selbst Anfänger können den Aufstieg ganz fix bewältigen. Und selbst bei Hochbetrieb werden sich die Schlangen rasch auflösen.

Seit etwas über drei Monaten gibt es jetzt den Hochseilgarten im Stadtpark. Zeit für eine 100-Tage-Bilanz also. „Das Wetter ist in dieser ersten Saison leider eine Katastrophe bisher“, sagt Franck. Und trotzdem ist er mit der Auslastung der Anlage zufrieden. Der Dienstag sei immer ein starker Tag, ebenso natürlich die Wochenenden. „Und es sind hauptsächlich die Familien, die hier zum Klettern kommen.“ Über 75 Übungen auf sechs Parcours in 1,5, 4,5 und 8,5 Metern Höhe sind in Norderstedt möglich. Was die Anlage auch besonders macht: Kletter-Knirpse ab sechs Jahren können in Norderstedt hoch hinaus, sie dürfen alleine vier Parcours mit insgesamt 50 Übungen in 1,5 und sogar 4,5 Metern Höhe erkunden. Die entspannende Nachricht für die Eltern: Sie dürfen am Boden bleiben und zuschauen. Zwar wird das gemeinsame Eltern-Kind-Erlebnis auch gerne genommen, aber manche Erwachsenen sind auch einfach froh, wenn sie in Ruhe Kaffee trinken können, während sich der Nachwuchs austobt. Und das kann er grundsätzlich den ganzen Tag. Wer einmal Eintritt gezahlt hat, der darf Pause machen und später wiederkommen. Und falls es nach einer Stunde anfängt, Hunde und Katzen zu regnen, dann ist Franck so kulant, die Kletterpartie an einem anderen Tag noch mal anzusetzen. „Die Chancen stehen ganz gut, dass wir die Anlage in Zukunft noch erweitern – aber das ist Zukunftsmusik“, sagt Franck.

Hochseilgarten im Stadtpark, dienstags bis sonntags, 10–18.30 Uhr, Tageskarte 16 Euro (6–10 Jahre), 18 Euro (11–17) und 20 Euro (ab 18), Familienkarte (2 Kinder) 65 Euro.