Norderstedt
Kaltenkirchen

Geheime Pläne für neuen Bücherei-Standort?

Bürgermeister Hanno Krause befürwortet einen Umzug der Bücherei, SPD und FDP sind dagegen

Bürgermeister Hanno Krause befürwortet einen Umzug der Bücherei, SPD und FDP sind dagegen

Foto: privat,privat / Hanno Krause

Kaltenkirchener Stadtvertreter von SPD und FDP kritisieren den geplanten Umzug der Bibliothek. Thema in keinem Ausschuss beraten.

Kaltenkirchen.  Nach der Kaltenkirchener SPD kritisiert jetzt auch die FDP das Vorgehen beim geplanten Umzug der Stadtbücherei. Als merkwürdig bezeichnete Fraktionschef Eberhard Bohn die öffentliche Diskussion über einen Wechsel vom Standort Hamburger Straße an den Grünen Markt in das ehemalige Penny-Gebäude. Bisher seien über diese Pläne nicht einmal diejenigen informiert worden, die darüber entscheiden sollen: die Kaltenkirchener Stadtvertreter. Bislang sei das Thema in keinem Ausschuss beraten worden, kritisierte Bohn.

Die CDU und Pro Kaki favorisieren hingegen den Umzug. Auch die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Hanno Krause an der Spitze ist für diese Lösung anstelle einer Sanierung mit Erweiterung am alten Standort oder einem kompletten Neubau. Ein Investor hat bereits Interesse an dem Grundstück an der Hamburger Straße signalisiert und will dort Wohnhäuser bauen.

Gutachten nicht bewertet worden

Auch die FDP-Ortsvorsitzende Katharina Loedige kritisiert die Planungen und weist auf ein 32.000 Euro teures Gutachten hin, in dem die Gründe für oder gegen den Standort Hamburger Straße untersucht worden sind. „Dieses Gutachten ist bisher in keinem städtischen Gremium bewertet worden“, sagte Loedige und fragt: „Warum wird vorher schon öffentlich vom Bürgermeister klar Stellung bezogen, den Penny-Markt als Büchereistandort vorzusehen?“ Erst am 13. Februar solle über das Gutachten im Hauptausschuss gesprochen werden.

Loedige sagte: „Seriös wäre es, wenn wir als Stadtvertreter die Vor- und Nachteile abwägen und uns nicht von den Interessen eines Bauunternehmers drängen lassen.“ Das Penny-Gebäude gehöre der Firma Böttcher, die das Gelände der Stadtbücherei kaufen wolle und als Gegenleistung neben dem Verkaufspreis für das Grundstück einen Mietvertrag über 20 Jahre im Penny-Gebäude am Grünen Markt anbiete.