Norderstedt
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Junge Siegertypen überzeugen auf der Bühne

Die Schülerinnen und Schüler des Musiktheater-Projekts am Gymnasium Harksheide begeisterten mit dem Finale Phan Trat Quan aus Peter Pan

Die Schülerinnen und Schüler des Musiktheater-Projekts am Gymnasium Harksheide begeisterten mit dem Finale Phan Trat Quan aus Peter Pan

Foto: Heike Linde-Lembke

Das 18. Norderstedter Neujahrskonzert brachte wieder 12.000 Euro für die Kulturstiftung ein. Schulkinder hatten ihren großen Auftritt.

Norderstedt.  Es ist ein großes Familienfest. Das Neujahrskonzert in der „TriBühne“ hat sich zu einem Get Together entwickelt. Die Atmosphäre ist locker und kuschelig, das Orchester gut aufgelegt, die Schulkinder freuen sich, auf einer großen Bühne abrocken zu dürfen. Der Applaus ist allen sicher.

Zu danken ist das Jahresanfangs-Fest Musikschulleiter Rüdiger George, der es seit 2000 maßgeblich organisiert. Und es in den ersten Jahren mit stoischer – jedenfalls äußerlich – Ruhe durch Pleiten und Pannen führte, bis es das jetzige Format mit dem Sinfonie-Orchester Norderstedt unter der versierten Leitung von Frank Engelke als Basis gefunden hatte. Dafür konnte George viel Lob einfahren, vor allem vom Norderstedter Rotary-Club, der das Benefizkonzert – 6000 Euro für die Kulturstiftung, 6000 Euro für die Musikarbeit an Norderstedts Schulen – mit der Musikschule veranstaltet. George führte auch durchs Programm und spannte neben Katja Clausen vom Kulturbüro auch seine Töchter Julia und Lena ein.

Eine muntere Riege des Musiktheaters am Gymnasium Harksheide eröffnete das Fest mit Phan Trat Guan, dem Finale des Musicals Peter Pan. Mit einer flotten Choreografie von Miriam Monthofer und Silke Ahrens-Rapude tanzten und sangen sie sich in die Herzen des Publikums im ausverkauften Haus. Das Musical-Projekt wurde aus dem Neujahrskonzert-Erlös 2016 finanziell und von der Musikschule personell unterstützt.

Das Gymnasium Harksheide besuchte auch Shari Lynn Stewen, die heute als Musical-Darstellerin tragende Rollen an Europas Bühnen spielt. Die Norderstedterin begeisterte mit klarem Sopran, an ihrer Seite Tenor Johannes Kiesler. In Webbers Liebesschmachter „Mehr will ich nicht von dir“ standen sie allerdings stocksteif und weit auseinander, statt den Inhalt in Gestik und Mimik umzusetzen.

Das Sinfonie-Orchester, das sich deutlich verjüngt hat und im Bläsersatz von Mitgliedern des Musikvereins ergänzt wurde, überzeugte mit gutem Zusammenspiel und Spielfreude. Hervorragend Temor Kahn als Solo-Trompeter. Das Programm ließ keine Langeweile aufkommen. Einen Wermutstropfen gab es jedoch – das Publikum klatschte in den Satzpausen.

Für die muntere Stimmung sorgten auch „georg(e)ische“ Einlagen wie die Geburtstags-Gratulation samt roter Rose für Kathrin Fedrowitz, SPD-Landtagsabgeordnete. Beim anschließenden Empfang schüttelte sie denn auch viele Hände von Kollegen und anderen Gästen, darunter Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, Kulturstiftungsvorsitzende Hella Schmitt, den Rotariern bis zu den Kulturpreisträgerinnen Christa Heise-Batt und Ane Königsbaum.

Neujahrskonzert 2018: Freitag, 12. Januar, 19.30 Uhr, „TriBühne“, Rathausallee 50, Karten zu zwölf, 20 und 29 Euro gibt es im Vorverkauf, unter Tel. 040/30 98 71 23 und unter www.tribuehne.de im Internet.