Norderstedt
Gastronomie

22 Gaststätten beteiligen sich am Segeberger Kreisteller

Hmm, lecker: Die teilnehmenden Gastronomen präsenteiren ihre Kreisteller 2015 auf dem Gut Wensin

Hmm, lecker: Die teilnehmenden Gastronomen präsenteiren ihre Kreisteller 2015 auf dem Gut Wensin

Foto: Helge Buttkereit

„Binnenland trifft Waterkant“ lautet von Juni bis September in 22 Gaststätten im Kreis Segeberg das Motto beim Segeberger Kreisteller.

Kreis Segeberg.  Bei diesem Motto ist sicherlich für jeden etwas dabei. Die 22 Restaurants, die sich in diesem Jahr am Segeberger Kreisteller beteiligen, haben das diesjährige Motto „Binnenland trifft Waterkant“ jeweils auf ganz eigene Weise kreativ umgesetzt. Und so werden von Norderstedt bis Seedorf, von Weddelbrook bis Bad Segeberg ab dem 1. Juni wieder 22 Kreisteller aufgetischt.

Jeder Betrieb kocht dabei auf seine Weise, gleich ist nur das Motto und der Preis. Für 13,50 Euro wird der Teller angeboten, der Preis ist dabei der gleiche wie im vergangenen Jahr, stellt Lutz Frank fest – und das trotz Mindestlohngesetz. Bei der Vorstellung der Kreisteller im Alten Speicher Wensin kritisierte der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) vor allem die Aufzeichnungspflicht, die im Gesetz seit dem 1. Januar dieses Jahres festgeschrieben ist und die für das Gastgewerbe ein Problem sei. „Wir dürfen unsere Mitarbeiter nicht länger als acht Stunden beschäftigen“, sagt er. Überstunden dürften nicht mehr bezahlt, sondern müssten durch Freizeit ausgeglichen werden. „Es wird alles nicht einfacher.“

Dass auch im 24. Jahr des Kreistellers wieder 22 Betriebe – einer weniger als 2014 – mitmachen, freut Frank besonders. Denn der Vollblut-Gastronom aus Seedorf, der selbst mittlerweile an vier Standorten aktiv ist, kennt auch die Probleme rund um den Kreisteller. Einige Kollegen hätten ihm gesagt, dass sie das nicht schaffen: „Wenn es richtig brummt, dann bekommen wir ihn nicht abgearbeitet.“

Für die Stammgäste in den Kreisteller-Betrieben bedeutet das in diesem Jahr eine Anlaufstelle weniger als im Vorjahr. Einige von ihnen versuchen jedes Gericht mindestens einmal zu probieren. „Man kommt mal woanders hin“, sagt Werner Vahldiek aus Groß Niendorf, der mit seiner Frau in Wensin für seine Kreisteller-Treue geehrt wurde. „Wir machen das schon einige Jahre und haben auch schon mal alle geschafft“, sagt er. Seine Frau holt sich von den kreativen Gerichten der Koch-Profis aus dem Kreis Segeberg nach eigener Aussage Anregungen für die eigene Küche.

Einer dieser Profis ist Hartmut Ramhold, Inhaber der Holsteiner Stuben in Högersdorf südlich von Bad Segeberg. Seine Schweinefilet-Medaillons mit saftigen Backpflaumen auf frischen grünen Buch-Bohnen und Rosmarin-Kartoffeln stellten eine „Mischung aus elegant und rustikal“ dar. In seinen Augen ist der Kreisteller immer wieder eine gute Gelegenheit, den Gästen etwas Neues zu präsentieren und auch neue Gäste anzulocken. „Das läuft gut, wir sind schon sehr lange dabei. Der Kreisteller wird bei uns positiv dargestellt, es ist kein Gericht, das nebenbei läuft.“

Während sich Ramhold in diesem Jahr bei seinem Gericht auf das Binnenland fokussiert hat, haben andere Küchenchefs kreative Kombinationen von Land und Meer entwickelt. So serviert Wolters Gasthof in Weddelbrook beispielsweise Zanderfilet mit einem Fleisch-Gemüsespieß, und das Restaurant Ionios in Norderstedt kombiniert das Saltimbocca vom Atlantik-Seezungenfilet mit Waldpilzen.

Alle Kreistellerbetriebe stellen ihre Gerichte im Internet vor.