Norderstedt
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Einbrecher bedroht 70-Jährigen mit einer Schusswaffe

Der Täter raubt Bargeld und fesselt sein Opfer. Kripo Norderstedt bittet um Hinweise

Norderstedt. Für einen 70 Jahre alten Rentner aus Norderstedt waren diese Stunden vermutlich die schlimmsten seines Lebens. Nach einem Raubüberfall lag er mehr als eine Stunde gefesselt und hilflos in seinem Haus, bis er sich befreien konnte. Mitten in der Nacht hatte ihn der Täter mit einer Schusswaffe bedroht; die Polizei fahndet nach dem Unbekannten.

Tatzeit war bereits die Nacht zum Sonntag, doch erst am Montagmorgen war die Polizei in der Lage, die Öffentlichkeit zu informieren. Der Täter war zwischen 1.30 und 2.30 Uhr in das Einfamilienhaus des Rentners am Weg am Denkmal eingebrochen. Der 70-Jährige wachte vermutlich von den Geräuschen auf und stand plötzlich in seinem Haus dem Einbrecher gegenüber, der ihn mit einer Pistole bedrohte und Geld forderte. Der Täter erbeutete Bargeld. Der 70-Jährige soll nach dem Verkauf eines Hauses einen hohen Geldbetrag aufbewahrt haben.

Bevor der Unbekannte das Haus verließ, fesselte er sein Opfer. Eine weitere Bewohnerin, die sich in dem Haus aufhielt, hatte keinen Kontakt mit dem Räuber. Der 70-Jährige benötigte eine Stunde, um sich von den Fesseln zu befreien und gegen 3.30 Uhr die Polizei zu alarmieren. Er blieb bei dem Überfall unverletzt. Trotz einer umfangreichen Fahndung gelang es der Polizei nicht, den Täter zu fassen.

Einen Zusammenhang mit einer Serie von Überfällen auf alte Menschen im südlichen Schleswig-Holstein sieht die Polizei nicht. Der Täter aus Norderstedt wird als athletisch beschrieben. Er ist etwa 1,80 Meter groß und sprach mit osteuropäischem Akzent. Er trug dunkle Kleidung, Wollmütze und Wollhandschuhe. Hinweise an die Polizei unter Telefon 040/528060.

Der Überfall ist bereits der zweite in Norderstedt binnen weniger Tage. Am Freitagmorgen hatte eine Frau in einer Wohnung am Buchenweg versucht, eine Frau mit einem Messer zu attackieren. Die Täterin entkam, die Hintergründe sind unklar.