Kreis Segeberg

Betreuung der Flüchtlinge ist die größte Herausforderung

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Kreispräsident Winfried Zylka fordert die Bürger zum ehrenamtlichen Engagement auf, um die bevorstehenden Aufgaben bewältigen zu können. Dem Kreistag bescheinigt er ein gutes Arbeitsklima.

Kreis Segeberg. Der demografische Wandel und seine Folgen sowie die Betreuung und Förderung der Menschen, die als Flüchtlinge und Migranten kommen, gehören in den kommenden Jahren zu den großen Herausforderungen für die Kreis- und Kommunalpolitik. Diese Ansicht vertritt Kreispräsident Winfried Zylka, CDU, der sich zum Jahreswechsel Gedanken über das Leben und die Politik im Kreis Segeberg macht.

Auch der Ausbau eines leistungsfähigen Datennetzes und die Verbesserung der Mobilität durch Ausbau und Sanierung des Straßennetzes sowie neue Ansätze bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hält Zylka für besonders wichtig. Allerdings werde der finanzielle Handlungsspielraum des Kreises Segeberg durch das neu beschlossene Finanzausgleichsgesetz empfindlich eingeschränkt. Ein Minus von 6,7 Millionen Euro müsse zwar verkraftet werden, gleichwohl geht der Kreispräsident davon aus, dass es wegen der guten Wirtschaftslage „mit Anstrengungen“ gelingen werde, im kommen Jahr einen nahezu ausgeglichenen Haushalt zu verabschieden. Zylka hofft auf eine Korrektor des Finanzausgleichsgesetzes bei der anstehenden gerichtlichen Überprüfung. Zudem setzt er auf eine Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Der Kreistag hat nach Ansicht Zylkas im zu Ende gehenden Jahr wieder ein umfangreiches Arbeitspensum geleistet So seien insgesamt 239 Verwaltungsvorlagen in den Ausschüssen, Fraktionen und im Kreistag behandelt worden. Eine Reihe davon hätten die Bereiche strategische Ziele, U-3-Kinderbetreuung, Bildung und Übergang Schule-Beruf, Betreuung von Migranten, Bau- und Straßenbaumaßnahmen und Haushaltsangelegenheiten betroffen. „Für viele Vorlagen gab es nach umfangreichen Beratungen in den Ausschüssen letztlich Beschlüsse, die einstimmig oder mit großer Mehrheit erfolgten“, stellt der Kreispräsident fest –und folgert daraus: „Das Arbeitsklima im Kreistag ist sehr kooperativ.“

Insgesamt gebe es guten Grund, mit Zuversicht ins neue Jahr zu gehen, glaubt Windfried Zylka. Der Kreis Segeberg sei und bleibe ein attraktiver Standort zum Arbeiten, Lernen und Wohnen. Die wirtschaftliche Entwicklung werde seit langem unterstützt durch die Zugehörigkeit zur Metropolregion Hamburg und die aufstrebende Entwicklung in den Wirtschaftszentren des Kreises. Insgesamt seien rund 13.000 Unternehmen im Kreis Segeberg mit Arbeitsplätze in allen wichtigen Wirtschaftsbereichen im Kreis ansässig.

Der Kreispräsident ruft auch Ende 2014 wieder zum ehrenamtlichen Engagement in den Städten und Gemeinden auf. „Erst mit den vielen Freiwilligen, die sich zumeist unentgeltlich neben Beruf und Freizeit in die Pflicht nehmen lassen, erhält die Gemeinschaft ein menschliches Gesicht. Ihnen gebühre Unterstützung und Anerkennung. Ohne sie würden große Teile des öffentlichen Lebens nicht wahrgenommen werden.“

( (kn) )

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