Kisdorf

Wesselkreuzung – Verkehrszählung wird kritisiert

Interessengemeinschaft sieht die Belange von Fußgängern und Radfahrern missachtet

Kisdorf. Die Interessengemeinschaft „Verkehrsentlastung in Kisdorf“ hat die vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr durchgeführte Knotenpunktzählung auf der Wesselkreuzung kritisiert. Die im März durchgeführte und vor wenigen Wochen bekannt gewordene Analyse habe Erkenntnisse geliefert, die unzureichend seien, schreibt die IG.

Die Untersuchung hatte das Ziel, die Leistungsfähigkeit der Kreuzung in der Spitzenzeit an einem Werktag zwischen 17 und 18 Uhr zu ermitteln, wobei das Hauptaugenmerk auf den Ampel-Wartezeiten lag – hierbei wurde zuvor ein Grenzwert von 70 Sekunden festgelegt. Auf Basis einer Computerberechnung sprachen sich die Gutachter dafür aus, die Kreuzung in einen Kreisverkehr umzubauen, da nur dieser die Wartezeit signifikant verringern würde. Dafür votierten auch die Politiker.

Was die IG kritisiert: Die Untersuchung habe sich nicht der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern gewidmet. So würden längst nicht alle Bürger das an der Henstedter Straße entstehende Nahversorgungszentrum mit dem Auto aufsuchen.

„Man kann die Knotenpunktzählung nicht zur alleinigen Grundlage eines offiziellen Beschlusses machen“, so IG-Sprecher Jörg Seeger. Und: „Im näheren Umfeld gibt es Projekte, in die das Geld sinnvoller investiert werden könnte. Zum Beispiel eine Westumgehung Henstedt-Ulzburgs.“

Dies sei naheliegender, als den Verkehr nach Kisdorf zu verdrängen oder die Notwendigkeit zum Bau eines Kreisels mit der Entlastung der Hamburger Straße in Henstedt-Ulzburg zu begründen. Die Finanzierung einer westlichen Umgehungsstraße in Henstedt-Ulzburg wird in der Nachbargemeinde in den politischen Gremien derzeit diskutiert. Verkehrsgutachter empfehlen den Bau der Straße, um den Verkehr im Ort zu entflechten.