Norderstedt
Bad Bramstedt

Bürgervorsteherin verurteilt Angriffe auf Politiker

Bramstedter Stadtverordnete bestätigen Abriss des Hauses der sozialen Dienste

Bad Bramstedt. Die Stadtverordnetenversammlung in Bad Bramstedt hat in einer Sondersitzung einen Schlussstrich unter die Debatten über das Haus der sozialen Dienste gezogen. Mit einer breiten Mehrheit von CDU, SPD und Grünen hat das Kommunalparlament seinen Entschluss bestätigt, das marode Gebäude abzureißen, um Platz für eine Kindertagesstätte zu schaffen.

Gegen den Beschlussvorschlag stimmten die drei Stadtverordneten der FDP, die am Sonntag mit einem Bürgerentscheid über die Zukunft des Hauses gescheitert war. Die Liberalen wollten damit einen ersten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Abriss vom November 2013 kippen. Da jedoch nicht genug Bürger am Entscheid teilnahmen, war die Abstimmung rechtsungültig. Vor der Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung hatte Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt (CDU) gemahnt, sich künftig wieder auf die gemeinsame Arbeit zu besinnen. Die Diskussionen vor dem Entscheid bezeichnete sie als „grenzwertig“. Mißfeldt: „Dabei waren sehr viele Emotionen im Spiel.“ Sie forderte mehr Mut zur Gemeinsamkeit und einen Schulterschluss der Politik. Außerdem verurteilte Mißfeldt die schriftlichen Angriffe auf Politiker durch Bürger. Jetzt müsse ein Schlussstrich gezogen werden, forderte die Bürgervorsteherin.