Kommentar

Keine Zeit verlieren!

Michael Schick

Drei schmucke bunte Bürotürme auf der einen Seite der Niendorfer Straße, die neue Zentrale des Weltkonzerns Tesa auf der anderen – das Norderstedter Südportal kann sich sehen lassen, spätestens, wenn 2015 rund 850 Mitarbeiter das Tesa-Haus bezogen haben.

Beide Gebäudekomplexe werden nicht nur städtebaulich ein attraktives und ungewöhnliches Bild abgeben, sie stehen zugleich für die Wirtschaftskraft der Stadt.

Ein Hotel könnte das Ensemble nicht nur architektonisch, sondern vor allem bedarfsgerecht abrunden. Schon seit Jahren ist das Projekt im Gespräch, sehen Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote wie auch die Wirtschaftsförderer und Unternehmen Bedarf für eine Herberge im Gewerbegebiet. Mitarbeiter und Kunden der weltweit tätigen Unternehmen im Gewerbegebiet Nordport, aber auch in anderen Stadtbereichen brauchen eine Bleibe. Auch die Dänen aus Südjütland, die bevorzugt von Hamburg aus in den Urlaub fliegen, wüssten es sicher zu schätzen, wenn sie ihre Autos in einer Tiefgarage abstellen und bis zum Start am nächsten Morgen gut schlafen könnten.

Und es gibt Projektentwickler, die die drei Nordport-Türme realisiert haben und grundsätzlich auch dieses Vorhaben anpacken wollen. Nur: Je länger alle Beteiligten damit warten, desto schwieriger dürfte es werden, das neue Haus auszulasten und profitabel zu führen. Die Konkurrenz schläft nicht, gerade die großen Hotelketten entdecken das Umfeld des wachsenden Hamburger Flughafens als lukrativen Standort. Die Zahl neuer Hotels in Airport-Nähe steigt.

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