Henstedt-Ulzburg

Henstedt-Ulzburgs neuer Treffpunkt

Der vom Bildhauer Thomas Behrendt geschaffene Wöddel-Brunnen wurde feierlich eingeweiht

Henstedt-Ulzburg. Aus dem Brunnen sprudelt das Wasser: Aus dem Inneren eines fast eine Milliarde alten Felsbrockens steigt das Wasser an die Oberfläche und läuft in sieben Rinnen auf eine mit Feldsteinen gepflasterte Kreisfläche. Von dort wird das Wasser durch farblich abgesetzte Rinnen in den äußeren Kreisbogen abgeleitet.

Der Norderstedter Bildhauer Thomas Behrendt hat sich eine Menge bei der Gestaltung des Brunnens am Wöddel im Ortsteil Henstedt gedacht. Der Brunnen, für den die Gemeinde 49.700 Euro ausgegeben hat, und der am vergangenen Freitag, 30. August, eingeweiht wurde, steht auf historischem Grund, denn von hier aus gingen im Mittelalter sieben Weg in die verschiedenen Himmelsrichtungen. Nach dem Willen der Gemeinde soll der sprudelnde Findling (er stammt aus Schweden) Ortsmittelpunkt und Treffpunkt in Henstedt sein.

So hat es sich auch Thomas Behrendts gedacht, aber der Gemeindepolitiker Jens Müller, CDU, ist der Ansicht, dass noch mehr getan werden muss, um hier einen lebendigen Mittelpunkt zu schaffen. Sein Vorschlag: Den neuen Brunnen mit einer Gastronomie zu verquicken, um so eine „Wohlfühloase“ für die Henstedter und einen Anziehungspunkt für alle anderen zu schaffen. „Wir haben nicht viele Plätze dieser Art“, sagt Jens Müller, der sich eine Menge vorstellen kann. Zum Beispiel, so meint er, könne die DRK-Garage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brunnen in eine Gastronomie mit Wintergarten umgebaut werden. Sein Credo: „Ein solcher Treffpunkt, ein Restaurant der besonderen Art, das gestalterisch und atmosphärisch in diesen Zentrumsraum eingegliedert wird, kann für Henstedt und darüber ein Top-Angebot für ungezwungenes Freizeiterleben und der kultivierten Begegnung von Jung und Alt sein.“ Zur Einweihung des Brunnens brachte der Gemeindepolitiker gleich eine Gastronomin aus dem Ort mit, der er diesen Vorschlag schmackhaft machen will.

Der Brunnen ist Teil des Projektes „Kunstwege im Alsterland“. Thomas Behrendt gestaltete bereits Kunstwerke in Rhen und Ulzburg-Süd.