Norderstedt

Norderstedts Skulpturen: Mehr als 100 Kunstwerke

Mehr als 100 Kunstwerke stehen im Stadtgebiet. Viele Werke entstanden als Beitrag Kunst im öffentlichen Raum bei Schul-Neubauten.

Norderstedt . Ingo Warnke liebt Bienen. Jetzt hat der Künstler aus Flensburg den Honigsammlern ein Denkmal gesetzt. Warnkes Waben-Stein steht vor dem Eingang des Gymnasiums Harksheide an der Falkenbergstraße 25 und ist das jüngste von mehr als 100 Kunstwerken im öffentlichen Raum in Norderstedt.

Viele Arbeiten entstanden auf den Bildhauer-Symposien, zu denen die Stadt 1976, 1980 und 1985 Künstler aus aller Welt einlud. Einige Arbeiten initiierten Unternehmen, darunter "TriFormation" (2003) von Kulturpreisträgerin Ane Königsbaum am Stadtmuseum, die 1988 von Hans Könemund gearbeiteten Windspiele "Fünf Traumhäuser", die Plastik "Der Dorfschmied" von Hans-Heinrich Kempcke vor dem Plambeck-Haus an der Ochsenzoller Straße und die Bronze-Figuren "Max und Moritz" vor dem Wilhelm-Busch-Hotel von Alfred Schmidt.

Viele Skulpturen sind mit dem Stadtbild verschmolzen, beispielsweise die Regentrude auf dem Rathausmarkt. Die Figurengruppe zeigt naturalistisch und sehr pathetisch eine Szene aus Theodor Storms Novelle. Die Stadt kaufte sie 1984 vom Möllner Bildhauer Hans-Werner Könecke an.

Nicht ganz so pathetisch erscheint die Brunnen-Skulptur "Die Bürger im Park", die Hans-Joachim Frielinghaus im Juli 1985 arbeitete. Sie steht an der Rathausallee. Die Skulpturen und Figuren internationaler Künstler kamen über die von der Stadt initiierten Symposien nach Norderstedt, darunter die Muschel aus Carrara-Marmor, die im Teich gegenüber dem Festsaal am Falkenberg schwimmt. Isidor Gutierrez aus Peru schuf sie 1976.

Einige Kunstwerke wurden Opfer des Wetters - andere wurden gestohlen

Viele Werke entstanden als Beitrag Kunst im öffentlichen Raum bei Schul-Neubauten. Einige sind indes verschwunden, wie die Windgeister, die Wolf E. Schultz 1980 auf dem Garstedter Müllberg installierte. Sie wurden ein Opfer von Wind und Wetter. Die "Stelzenläufer" des Belgiers Fred Tuynman stahlen Metalldieben. Sie sind aber nur bronzebeschichtet und wurden wiedergefunden. "Sie sollen eventuell repariert und wieder aufgestellt werden", sagt Gabriele Richter.

Die Leiterin des städtischen Kulturbüros hat auch Norderstedts Skulpturen-Katalog erarbeitet. Er umfasst 60 Seiten und ist für drei Euro unter Telefon 040/53 59 51 90 oder unter gabriele.richter@norderstedt.de erhältlich.