I love SE

Segeberger Heide - die heilende Kraft des Baumes

Helga Eichs Lieblingsplatz liegt im Ruheforst Segeberger Heide. Margrit Hoffmann findet es in Norderstedts blühenden Blumeninseln am schönsten.

Hartenholm/Norderstedt. Geheimtipps, bekannte Plätze oder Orte, die mit besonderen Erinnerungen verbunden sich - die Leserinnen und Leser der Norderstedter Regionalausgabe des Hamburger Abendblatts beteiligen sich mit vielen Einsendungen an der Mitmach-Aktion "I Love SE". So wie Helga Eich, 65, aus Hartenholm. Sie musste nicht lange überlegen, welcher Fleck für sie zu den 50 schönsten im Kreis gehört. "Ich habe sofort gesagt: Der Baum ist mein Lieblingsplatz. Der ist immer für mich da."

Es ist nicht irgendein Baum, der Helga Eich so sehr ans Herz gewachsen ist. Im Jahr 2007 entschieden sich die gelernte Versicherungsfachfrau und ihr Ehemann Wolfgang, 68, dazu, einen Platz im Ruheforst Segeberger Heide/Hartenholm zu erwerben. "Nicht zu nahe an der Straße, nicht am Wasser" hatte diese Ruhestätte zu sein. Das Paar wählte eine mächtige Eiche am hinteren Rand des Laubwaldgebietes, gut 30 Meter hoch und über 100 Jahre alt. "Nomen est omen", sagt Helga Eich - ihr Nachname verpflichtet eben.

Mindestens einmal im Monat besucht sie die Eiche - immer zu Fuß, egal ob es stürmt, regnet oder schneit. "Wenn es mir schlechter geht, bin ich auch noch öfter hier", sagt sie. Helga Eich, die gebürtige Hartenholmerin ist, glaubt fest an die heilende Kraft des Baumes. Als im Jahr 2008 bei ihr eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde und sie sich wieder ins Leben zurückkämpfen musste, zog es sie als Erstes in den stillen, idyllischen Ruheforst, nachdem sie wieder nach Hause gekommen war. Seitdem ist Helga Eich gesund. "Der Baum gibt mir Kraft, er ist pure Energie. Er zieht mich magisch an", ist sie sich sicher.

Auch Margrit Hoffmann liebt frisches Grün und alles, was blüht. Deshalb freut sie sich auch sehr über die bunt blühenden Blumeninseln, die über das Stadtgebiet Norderstedt verteilt sind, über die Blumen-Rabatten an den Straßen, im Inneren der Kreisverkehre und der Verkehrsinseln. Seit Herbst 1969 lebt Margrit Hoffmann im Stadtteil Harksheide. "Ich habe die Stadtgründung und die ganze bisherige Entwicklung Norderstedts miterlebt", sagt Hoffmann. Besonders der Stadtpark hat es ihr angetan. "Ich komme aus Mannheim und habe dort die Bundesgartenschau erlebt, deren Gelände heute auch ein Park ist. Leider muss man dort im Gegensatz zum Norderstedter Stadtpark Eintritt zahlen", sagt die fitte Rentnerin.

Ende Juli wird Margrit Hoffmann 80 Jahre alt. Gern walkt sie um den Stadtparksee und hält sich auch in einem Tanzkreis fit. "Neben den vielen blühenden Rabatten bin ich im Stadtpark auch von der Wasserski-Anlage begeistert und freue mich immer, wenn die Leute elegant im Wasser landen", sagt Margrit Hoffmann. "Norderstedt ist einfach schön, und dass das Abendblatt jetzt Lieblingsplätze vorstellt, finde ich eine so gute Idee, dass ich gleich mitgemacht habe", sagt sie und freut sich an Steppenkerze und Allium in den Norderstedter Verkehrsinseln.