Senioren wollen sich nicht engagieren

Die Wahl zum Seniorenbeirat in Henstedt-Ulzburg muss verschoben werden

Henstedt-Ulzburg . Wer bereits seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, kann Mitglied des Seniorenbeirates werden. Viele Henstedt-Ulzburger haben dieses Alter erreicht, aber nur zwölf wollen für den Seniorenbeirat kandidieren. Das sind zu wenig für eine Wahl: Die für den 19. März vorgesehene Wahl fällt aus und wird wahrscheinlich im Herbst nachgeholt. Einen Termin wird der jetzige Seniorenbeirat festlegen. Im Mai läuft die Wahlperiode aus.

Die Satzung über den Seniorenbeirat sieht in Henstedt-Ulzburg 13 Mitglieder vor. Da ein Seniorenbeirat nur dann zustande kommt, wenn auch 13 Mitglieder gewählt sind, müssen folgerichtig bis zum festgelegten Stichtag auch mindestens 13 Wahlvorschläge bei der Gemeinde eingehen. Im Rathaus liegen nach Ablauf der Frist jedoch nur zwölf Wahlvorschläge vor. Laut Satzung kann die Wahl deshalb nicht stattfinden.

Doris Tachezy, die amtierende Vorsitzende des Seniorenbeirats, ist überrascht und will jetzt noch mehr als bisher die Werbetrommel rühren. Festgestellt hat sie, dass die öffentlichen Sitzungen des Seniorenbeirats eher schlecht besucht sind, die jährlich stattfindenden Seniorenwochenenden dagegen sehr gut. Den Arbeitsaufwand für die einzelnen Mitglieder hält sie für machbar. "Niemand ist auf sich allein gestellt, alles wird in Gruppen er- und bearbeitet. Jeder kann selbst bestimmen, wie viel Arbeitskraft persönlich aufgewendet werden kann."

Aktuell beteiligt sich der Seniorenbeirat an dem Projekt "Wohnen 50 plus": Zusammen mit dem Bauverein Kaltenkirchen wird ein Grundstück gesucht, um dort ein Wohnhaus mit barrierefreien Wohnungen zu bauen. Am Donnerstag, 14. Februar, wird der Verein "Gemeinsam to Hus" gegründet, der dieses Projekt vorantreiben soll (18.30 Uhr, Bürgerhaus).