Norderstedt
Kindernachrichten

1931 rollte der erste Wohnwagen durch Deutschland

Ob mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt - auch du warst vielleicht schon einmal beim Campen.

Kein Wunder, denn das Campen ist mittlerweile eine sehr beliebte Urlaubsform in Deutschland geworden.

Begonnen hat die Geschichte des Campings kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs, vor ungefähr 90 Jahren. Damals war es noch nicht selbstverständlich, dass jeder, der arbeitet, auch einen Anspruch auf Urlaub hat. Deswegen wurden die Wochenenden zur Erholung genutzt. Da aber ein Aufenthalt in Hotels für den Großteil der Bevölkerung zu teuer war, fuhr man ins Grüne und übernachtete im Zelt. Besonders beliebt war der Ausflug mit dem Kanu, damals auch Faltboot genannt.

1931 rollte dann der erst Wohnwagen über eine deutsche Straße. Er war für den "normalen" Menschen jedoch noch zu teuer.

Richtig weiter entwickeln konnte sich die Camping-Kultur erst 20 Jahre später, nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Zu dieser Zeit blühte die Wirtschaft Deutschlands in kürzester Zeit auf. Durch das sogenannte Wirtschaftswunder konnten sich die Leute nun auch einen ordentlichen Urlaub leisten. Autos wurden umgebaut und mit dem wichtigsten Camping-Material ausgestattet. Auch die Wohnwagen waren nicht mehr so teuer und für viele Leute erschwinglich. Innerhalb von 30 Jahren entstand eine große Industrie rund um das Campen. Bis heute entwickeln die Hersteller immer besser ausgestattete Wohnwagen und Wohnmobile.

Das teuerste Wohnmobil der Welt kostete übrigens 1,5 Millionen Euro - es ist eine rollende Luxusvilla. Ein reicher Scheich hat sich diese "Villa" anfertigen lassen.