Leserbriefe

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An die Norderstedter Zeitung , Europaallee 3, 22850 Norderstedt E-Mail : nz@abendblatt.de Der FDP-Mann hat keine Ahnung Betrifft: Leserbriefe von Herrn Jürgen Goldak in der NZ vom 4. und 11. Juli Die Briefe von Herrn Goldak zeugen von hoher Sachkenntnis und -kompetenz, wie im Privatunternehmen der Komplex "Kontrolle" und insbesondere "Kostenkontrolle" gehandhabt wird. Beide Briefe von Herrn Goldak finden sicher nicht nur meinen ungeteilten Beifall und Zustimmung. Mir gibt auch die bisherige Reaktion der hiesigen Parteien sehr zu denken. Der Norderstedter Bürger gewinnt aus den wachsweichen Reaktionen nur den einen Eindruck: schnell vergessen, nur nicht weiter bohren und bald ist sowieso alles vergessen. Die dümmste Bemerkung in diesem Zusammenhang stammt vom FDP-Mann Bassler: Die Stadtwerke seien wie eine Behörde geprüft worden, dabei handele es sich ja um ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen. Dieser Mann von der FDP hat keine Ahnung - davon jedoch reichlich. Ich war über 30 Jahre in dem Unternehmen tätig (als Direktor, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung) und kann ihm stundenlang erzählen, wie die Prüfungen durch eine interne Revision, durch die Konzernrevision, durch internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaften als auch durch Finanzämter, Rentenversicherungsträger oder durch die Krankenkassen erfolgen. Was ist jetzt zu tun? Ganz einfach. Wenn Parteien, Politiker und Stadtvertreter eine reine Weste haben und sich nichts vorwerfen lassen müssen, sollten die hier Angesprochenen sich von sich aus einer Prüfung unterziehen lassen. Ich erwarte, dass . Parteien, Parteivertreter und alle Stadtvertreter daraufhin geprüft werden, ob persönliche Vorteile qua Amt von Seiten der Stadtwerke in Anspruch genommen werden oder wurden und welcher Art diese Vorteile sind oder gewesen sind; . in diese Prüfung die leitenden Beamten und Angestellten der Stadtverwaltung - beginnend beim Bürgermeister - mit einbezogen werden. Als interessierter Bürger und als Kunde der Stadtwerke will man schließlich wissen, für welche Dinge unser Geld ausgegeben wird. Da die Parteien offensichtlich an einer rückhaltlosen und schonungslosen Aufklärung überhaupt nicht interessiert sind, müssen wir Bürger jetzt öffentlich Druck machen. Ich denke sehr ernsthaft darüber nach, zur Gründung einer Bürgerinitiative "Saubere Finanzen und Transparenz bei den Stadtwerken" aufzurufen. Günther Fuß Lütjenmoor 47 Norderstedt Auf diesem Weg weitermachen! Betrifft: Berichte zu den Norderstedter Stadtwerken Die Stadtwerke Norderstedt haben mit "wilhelm.tel" und mit "noa4" etwas Hervorragendes und bisher Einmaliges geschaffen. Ich hoffe, die Verantwortlichen dort machen auf diesem Weg weiter und lassen sich nicht von Bürokraten und Kleinigkeitskrämern aufhalten. Norderstedt braucht Menschen die daran arbeiten, die Zukunft zu gestalten. Bruno Kalenberg Rathausallee 110 Norderstedt Diese Zuschriften geben lediglich die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen und orthografische Angleichung vorbehalten.

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