Info

Größter Stressfaktor ist der Job

Depression ist nicht gleich Depression: Die Diagnose reicht von der „klassischen“ Depression nach belastenden Ereignissen bis zur Erschöpfungsdepression. Darunter wird im Allgemeinen das Burn-out-Syndrom verstanden, also ein Zustand der totalen Erschöpfung, des völligen Ausgebranntseins.

Voraus geht ein stufenweiser und oft jahrelanger Burn-out-Prozess: Er beginnt in der Regel mit Perfektionismus, Idealismus und hohen Erwartungen an sich selbst und andere und geht über in eine Phase problematischer Arbeits- und Lebensbedingungen, die der Betroffene irgendwann nicht mehr kompensieren kann. Die letzte Phase schließlich ist das Burn-out-Syndrom.

Betroffene berichten beispielsweise davon, dass sie ihre Erkrankung so lange ignoriert haben, bis es zum völligen Zusammenbruch mit dramatischen Symptomen kam: plötzlicher Hörsturz, eine akute Unfähigkeit, auch nur einen Finger zu rühren, kreischen, auf den Boden trommeln, weinen. Trotz langer Pausen oder Erholungsphasen schaffen es Patienten mit Burn-out nicht, dieses Gefühl des absoluten Energiemangels wieder loszuwerden.

Die am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der Techniker Krankenkassen (TK) zeigt, dass sich Frauen und die sogenannte Sandwichgeneration zwischen Mitte 30 und Mitte 40 besonders gestresst fühlen. Sie befinden sich im Spagat zwischen Kind, Karriere und Hausbau sowie den eigenen Eltern, die auch immer mehr Hilfe brauchen.

Größter Stressfaktor ist der Job, der überdurchschnittlich viele Eltern belastet (61Prozent), gefolgt von familiären Konflikten (47Prozent). Erst dann kommt die Kindererziehung (46 Prozent).

Hinzu kommen oft finanzielle Sorgen (40 Prozent). Vier von zehn arbeitenden Eltern haben Probleme bei der Vereinbarkeit von Job und Familie.

( (tz/afp) )